Stedorfer Theaterbühne übt und übt / Premiere von „Kattenspöök“

Tantchen leert bei den Proben unzählige Schnapsgläser

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Die Schauspielerflüsterin: Souffleuse Franziska Schaller bei einer Probe.

Dörverden - In Kochs Hof im Kulturgut Ehmken Hoff herrscht zurzeit besonders reger Betrieb: Die Akteure der Stedorfer Theaterbühne proben dort mehrmals wöchentlich ihr neues plattdeutsches Stück „Kattenspöök“, das erstmals am Sonnabend, 4. Februar, um 19 Uhr, aufgeführt wird.

Tante (Martina Brandt) schüttelt sich: „Igittigitt“. In hohem Bogen fliegt ihr Kopf nach hinten und das gerade in einem Zug geleerte Schnapsglas landet auf dem Küchentisch. „Noch einen“, fordert die Alte, schüttelt sich nochmals und grinst verschmitzt. „Das mit dem Ekel kommt schon ganz gut, aber du musst ins Publikum schauen, wenn du dich vor Ekel schüttelst“, kommentiert Hein-Dieter Precht, der wie schon in den Jahren zuvor die Regie führt. Die Protagonistin der Szene und die fünf weiteren Schauspieler lauschen den Worten von Precht. „Schaut oft in den Saal und spielt immer in Richtung des Publikums. Nur so bleibt ihr mit den Zuschauern in engem Kontakt und bekommt die volle Aufmerksamkeit.“

Die Szene wird nochmals gespielt, dann noch einmal und ein weiteres Mal, erst dann ist Precht zufrieden. Das Ensemble ist voll konzentriert. Immer wieder wiederholen sie die gleichen Szenen, werden von Franziska Schaller souffliert, von Precht korrigiert und spielen erneut. Die Proben wirken anstrengend und als Zuschauer zollt man der Leistung der Aktiven Respekt. „Die Rollen haben sich bis hierhin schon gut entwickelt“, sagt Precht, und dass die Texte im Großen und Ganzen sitzen. „Es fällt den Schauspielern inzwischen schon leicht, in ihre jeweiligen Rollen zu schlüpfen.“

Jetzt in der Endphase ziehen sich die Proben stets über mehrere Stunden hin, denn es wird der komplette Ablauf ohne Pause gespielt. Details, die zu Beginn durch Improvisation entstanden sind, tauchen immer wieder auf. Und manches passiert scheinbar ungewollt.

Natürlich gehören Enthusiasmus, Disziplin und die Liebe zum Laienspiel dazu, um sich an den langen Abenden auf die Theateraufführungen vorzubereiten. Quasi als Lohn konnte die Stedorfer Laienspieltruppe bislang noch immer auf ausverkaufte Vorstellungen mit einem begeisterten Publikum zurückblicken. Daher wollen sie auch diesmal ihr Bestes geben und sich nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen.

Zur Aufführung kommt der Vierakter außerdem am Sonntag, 5. Februar, 11 und 16 Uhr, Freitag und Sonnabend, 10 und 11. Februar, 19.30 Uhr, Sonntag, 12. Februar, 11 und 16 Uhr, Freitag und Sonnabend, 17. und 18. Februar, 19.30 Uhr sowie Sonntag, 19. Februar, um 11 und 16 Uhr. Vor den Aufführungen am Sonntag bietet das Restaurant Pfeffermühle ab 9 Uhr ein reichhaltiges Frühstücksbüfett sowie ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen an.

Karten im Vorverkauf gibt es in der Buchhandlung Büchertenne, Telefon 04234/ 92992, Hof Voigts, 04234/ 426, und Karl-Heinz Otersen, 04234/4060. · nie

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