Kirchlinteln mit guter Platzierung in der Solar-Bundesliga / Platz 21 in Niedersachsen, Platz zwei im Aller-Leine-Tal

„Strom-Ernte“ fiel sehr ertragreich aus

Umweltfreundlich: Mit 1 000 Quadratmetern Fläche ist die Photovoltaik-Anlage der vierköpfigen Bürgergesellschaft BLV-Solarstrom GbR im Ortsteil Otersen-Ludwigslust die größte Solarstrom-Anlage in der Gemeinde Kirchlinteln.

Kirchlinteln - · Auf immer mehr Dächern in den 17 Dörfern der Gemeinde Kirchlinteln ist in den letzten sonnenreichen Wochen außergewöhnlich viel Strom umweltfreundlich aus Photovoltaik-Anlagen mit deutlich über 1 000 kWpeak-Spitzenleistung auf über 10 000 Quadratmetern Modul-Fläche „geerntet“ worden.

Mit 98 Watt Sonnenstrom pro Einwohner rangiert die Gemeinde Kirchlinteln innerhalb der Energieregion „Aller-Leine-Tal“ auf Platz zwei – und in der Solar-Bundesliga auf dem 21. Platz in der Länderwertung Niedersachsens. Mit 237 Watt pro Einwohner liegt übrigens die Samtgemeinde Rethem im Aller-Leine-Tal vorne. In Dörverden waren nach der letzten Erhebung 390 kWpeak-Spitzenleistung auf den Dächern installiert, die 42 Watt Sonnenstrom pro Einwohner erzeugen. Dörverden rangiert damit im Aller-Leine-Tal immerhin noch auf dem fünften Platz und auf Platz 41 in Niedersachsen.

Die größte Photovoltaik-Anlage in der Gemeinde Kirchlinteln wurde vor sieben Monaten auf eintausend Quadratmetern Dachfläche auf dem Hof von Hermann und Klaus Lühning in Otersen-Ludwigslust installiert. Betreiber der Solarstrom-Anlage ist eine vierköpfige Bürgergesellschaft aus dem Ortsteil Ludwigslust, die BLV-Solarstrom GbR, die auf drei Dächern des landwirtschaftlichen Anwesens mit optimaler Südausrichtung 100 Kilowattpeak Spitzenleistung installiert hat. Die Anlage kann rund 100 000 Kilowattstrom jährlich umweltfreundlich erzeugen.

Aktuell plant auch die Oterser Dorfladen-Bürgergesellschaft, eine 100 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage auf dem künftigen Dach des Neubaus am Steinfeld zu installieren. Die Bürgergesellschaft will den Sonnenstrom aber nicht ins öffentliche Netz einspeisen und verkaufen, sondern überwiegend selbst nutzen. Denn aufgrund der großen Kühlregale werden auch in einem so kleinen Lebensmittel-Einzelhandelsgeschäft wie dem Oterser Dorfladen rund um die Uhr größere Energiemengen benötigt. Der Dorfladen verbraucht jährlich 36 000 Kilowattstunden Strom.

Die Bürgergesellschaft bewirbt sich demnächst auch um Aufnahme als Station in die Energie-Route am Aller-Leine-Tal und will interessierte Bürger ab 2011 über das Thema Energie informieren. Weitere Infos zum Thema Erneuerbare Energien in Otersen befinden sich auch auf der Internetseite http://www.otersen.de/energie-dorf.php.

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