Das neue Wohnquartier Ziegeleiweg in Klein Hutbergen hat den Baustellencharakter abgelegt

Die Stille fällt sofort auf

Vertreter der Stadt und der NLG schritten gestern die neu angelegten Straßen, Wege und Gräben ab.

Verden - Von Erika Wennhold· Die Stille fällt sofort auf, obwohl stark befahrene Bundes- und Landesstraßen die Begrenzung des Baugebietes Ziegeleiweg in Klein Hutbergen bilden. Der Lärm kommt nicht an, und ob der Skyline der hübschen Klein stadt mit davor gelagerten saftigen Wiesen müssen sich die Bewohner hier wie im Urlaub fühlen. Eine perfekte Szenerie, die noch nicht sehr alt ist. Erst gestern trafen sich die Beteiligten, um sich ein Bild vom Endausbau der Erschließungsstraßen zu machen.

Allen voran Bürgermeister Lutz Brockmann, der Vertreter der Stadtverwaltung und des Eigenbetriebes Abwasserbeseitigung im Schlepptau hatte, und sich hier mit Ortsbürgermeisterin Irmgard Erhorn-Hammer traf. Klaus Krimmer, Ulrich Scharf, Torsten Hoins und Insa Borchers von der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) waren über Jahre hinweg Partner der Stadt bei der Entwicklung, Vermarktung und Erschließung des neuen Wohngebietes am Rande, aber nicht abseits der Stadt.

Im Gegenteil. Gesprochen wird von einer Traumlage im Grünen, die zu Beginn nicht unbedingt zu erkennen war, über die Jahre aber Konturen angenommen hat. Zwischen den seitlich typisch eng beieinander stehenden Häusern unterschiedlichster Gestaltungsform entstand durch breite Straßenzüge Großzügigkeit. Der Grund: Ein simples, gut ausgeklügeltes Entwässerungssystem mit Rohren, Gräben und grünen Auffangbecken an verschiedenen Endpunkten umrahmt die Straßenfronten der Häuser.

Brockmann: „Das war nicht besonders teuer, so konnten die Grundstückspreise bezahlbar bleiben.“ Zwischen 80 und 95 Euro pro Quadratmeter war vielen Bauwilligen denn auch nicht zu viel. Klaus Krimmer von der NLG bezeichnete es als bemerkenswert, dass innerhalb von sechs Jahren beinahe alle Grundstücke verkauft werden konnten. „Wir haben nur noch zwölf Bauplätze zwischen 590 und 995 Quadratmetern anzubieten.“

Ein Ende der Bautätigkeit ist also abzusehen, die rot gepflasterten Straßen werden dadurch kaum noch beansprucht. Jahrelang mussten sich die Bewohner mit holprigen Baustraßen abfinden, zeitweilig war deswegen Unmut aufgekommen. Heike Hansmann, die mit ihrer Familie als Erste hierher gezogen war, ist eher gelassen geblieben: „Das weiß man doch, wenn man in ein Neubaugebiet zieht.“ Sie fühlt sich ausgesprochen wohl in der Gegend und bestätigte die Funktionstüchtigkeit des Grabensystems.

Zusammen mit Ortsbürgermeisterin Erhorn-Hammer haben sich die Familien mit Kindern um den Spielplatz gekümmert und angeregt, dass eine Bushaltestelle für Schulkinder so weit versetzt wird, dass sie auf kürzestem Weg zu erreichen ist. Der Clou in diesem Falle, der Weg dorthin führt über den Spielplatz, auf dem jetzt schon vor der Schule getobt wird, bis der Bus kommt.

Das Baugebiet Ziegeleiweg ist 100 Bauplätze groß, neben den von der NLG vermarkteten 75 Grundstücken, bietet die Klosterkammer Hannover einige auf Erbbaurecht an, andere will der frühere Eigentümer der Flächen selber verkaufen. Außer hier können Bauwillige im Dunstkreis Verdens noch in Neumühlen oder im Lindenquartier fündig werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Von Black Power bis George Floyd: Sport als politische Bühne

Von Black Power bis George Floyd: Sport als politische Bühne

Unterwegs mit einem abgespeckten Slim-Bike

Unterwegs mit einem abgespeckten Slim-Bike

Wolle, Wärme und Wandern im Sarntal

Wolle, Wärme und Wandern im Sarntal

Donald Trump fordert Gouverneure zum Durchgreifen auf

Donald Trump fordert Gouverneure zum Durchgreifen auf

Meistgelesene Artikel

Auf der Jagd nach dem „Koro-Narr“

Auf der Jagd nach dem „Koro-Narr“

Pflanzenschutzmittel laufen auf Acker aus

Pflanzenschutzmittel laufen auf Acker aus

Im Bewusstsein: Hochwassergefahr

Im Bewusstsein: Hochwassergefahr

Ein erster Blick auf die „Markthöfe“

Ein erster Blick auf die „Markthöfe“

Kommentare