Erfahrene Anästhesisten sorgen dafür, dass die Narkose zu OP und Patient passt

Stets individuell statt 08/15

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Dr. Matthias Meyer-Barner bei der Anlage einer Spinalanästhesie. ·

Verden - Frau Müller hat Angst. Nächste Woche muss sie am Dickdarm operiert werden und beim Gedanken an die Narkose wird ihr ganz flau im Magen. Was, wenn sie die Kontrolle über ihren Körper verliert und während der Narkose dummes Zeug erzählt? Was passiert, wenn sie zu früh aufwacht, also während die Ärzte noch operieren? Und, herrje, wenn sie vielleicht gar nicht mehr aufwacht…?

Dr. Peter Ahrens, Dr. Matthias Meyer-Barner, Dr. Hubertus Petermann und Dr. Andreas Vagt kennen solche Ängste. Als erfahrenes Team sind sie als Anästhesisten in der Verdener Aller-Weser-Klinik dafür zuständig, dass mit der Narkose alles klappt. Die vier Ärzte haben schon unzählige durchgeführt und wissen: „Angst vor einer Narkose muss niemand haben. Dazu ist die Anästhesie mit ihren Varianten einfach zu gut entwickelt.“

Trotzdem haben sie volles Verständnis für die Ängste ihrer Patienten und nehmen diese selbstverständlich ernst. Vor dem Eingriff spricht Ahrens ausführlich und in aller Ruhe mit Frau Müller. „Oft verschwindet die Angst, wenn im Vorfeld Sorgen angesprochen und offene Fragen geklärt werden können.“ Im Narkosevorgespräch werden durch das Ausfüllen eines Fragebogens sowie Untersuchungen mögliche Risiken abgeklärt und ermittelt, welche Narkoseform für den Patienten am besten geeignet ist.

Meyer-Barner erklärt: „Die Vollnarkose besteht aus drei Komponenten: einem Schlafmittel, einem Schmerzmittel sowie einem muskelentspannenden Mittel.“ Statt stets die gleiche 08/15-Narkose zu geben, werden Dosis sowie Konzentration individuell auf jeden Patienten abgestimmt.

„Jeder Mensch reagiert anders auf eine Narkose“, berichtet Peter Ahrens. „Alter, Gewicht und Geschlecht spielen ebenso wie die Art der Verletzung oder Begleiterkrankungen eine wichtige Rolle.“ Je mehr die Anästhesisten über ihren Patienten wissen, desto zielsicherer wird die Betäubung.

Weitere Möglichkeiten bei bestimmten Operationen sind Regionalanästhesieverfahren, entweder allein oder zur besseren Schmerzbehandlung in Kombination mit der Vollnarkose. Wenn bei Frau Müller die Narkose eingeleitet wird, kann sie sich sicher sein, dass der Anästhesist die verschiedenen Mittel individuell zusammengestellt hat. Nach der OP wird sie die Augen aufschlagen und erstaunt sein, dass alles schon vorbei ist: Kontinuierliche Überwachung verhindert ein Aufwachen während des Eingriffs.

Eine Gallenblasenoperation ohne Narkose? Einsetzen einer Hüftgelenkprothese bei vollem Bewusstsein? Die moderne operative Medizin wäre ohne die Erkenntnisse und Methoden der Anästhesie nicht denkbar. „Anästhesisten versuchen, für den Operateur die besten Bedingungen zu schaffen, um auf diese Weise gemeinsam den Patienten optimal zu versorgen“, erklärt Ahrens. Sein Kollege Meyer-Barner ergänzt: „Ganz wichtig dabei sind Kooperation und Kommunikation. Jeder muss wissen, was der andere macht.“

Während der OP passt der Anästhesist auf Frau Müller auf und sorgt beispielsweise dafür, dass die Atemwege gesichert sind. Bei unvorhergesehenen Zwischenfällen, wie einer allergischen Reaktion oder Herz-Kreislauf-Störungen, greift der Anästhesist ein. Mit einem kühlen Kopf und jeder Menge Fachwissen trägt er wesentlich zum Gelingen des Eingriffs bei. „Wir sind während der ganzen Operation dabei“, so Ahrens.

Und auch nach dem Eingriff kümmert sich der Narkosearzt um Frau Müller. Die Betreuung im Aufwachraum fällt in seinen Zuständigkeitsbereich, und das interdisziplinäre Schmerzkonzept hilft, die postoperativen Schmerzen zu lindern. Bei der Versorgung mit einem Schmerzkatheter werden regelmäßige postoperative Visiten durchgeführt. Frau Müllers Aufenthalt auf der Intensivstation beträgt nur zwei Tage, und das nur, weil der Eingriff doch größer als geplant war. Bei den meisten Eingriffen gehen die Patienten direkt auf die normale Station.

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