Sechs Tonnen schwerer Findling wurde gestern vom Weserkanal in Daverden zum Badener Drei-Strom-Eck befördert

Steinkoloss verkündet 1000 Jahre Baden

Kreiszeitung Syke

Baden - Von Manfred Brodt· In einer kolossalen Aktion wurde gestern Nachmittag der Grundstein gelegt für das 1000-jährige Haus Baden. Ein sechs Tonnen schwerer Findling war vom Weserkanal in Daverden zum Hang am Badener Drei-Strom-Eck aus Weser, Weserkanal und Alter Aller bewegt worden, um dort bald den 1000. Geburtstag des Ortes zu verkünden.

Der sechs Tonnen schwere Granitstein war jüngst bei den noch laufenden Arbeiten zur Verbreiterung und Vertiefung des Schleusenkanals zwischen Langwedel und Baden unmittelbar vor der Mündung in die Badener Weser ausgebaggert worden. Somit passt der zufällige Fund sehr gut als Gedenkstein zum Jahrtausend-Jubiläum der Ortschaft Baden. Die exponierte Stelle, an der die Weser, der Schleusenkanal und die Alte Aller zusammenfließen, war von der Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine in Abstimmung mit der Stadt Achim ausgesucht worden, weil hier viele Ausflügler zur „Pfingstwiese“ und Radtouristen auf dem Weserradweg vorbeikommen.

Die Mitarbeiter des Bauhofs der Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Achim hatten im Vorfeld die Erdarbeiten erledigt und das Fundament für den schweren Brocken zwischen Abwasser-Pumphaus und Spielplatz vorbereitet. Nachdem das Wasserstraßen- und Neubauamt in Helmstedt, das für den Ausbau des Schleusenkanals zuständig ist, den Stein gespendet hatte, konnte es gestern an den Schwertransport von Daverden, wo der Findling zwischengelagert war, nach Baden gehen. Während die Firma Bunte mit ihrem schweren Gerät und Know how den Riesen verlud, sorgte die Firma Rubrik-Transporte für den sicheren Transport und hatte Arnold Ruff von der Firma Ruff & Rolfs in Baden für die Grundsteinlegung bereits ein Holzgestell gezimmert und mit für die Feinjustierung gesorgt. Nachdem die Arbeiter des Bauhofs den Beton angerührt hatten und der Findling mit mehreren Metallgurten befestigt war, ließ der Mann auf dem großen Kran das Mammutteil vom Transportlaster auf dem Parkplatz sicher und zentimetergenau durch die Luft auf die Anhöhe schweben. Badens Cheforganisator Friedrich Priehs, Pastor Martin Behr, Ortsvorsteher Rainer Aucamp und Albert Bischoff vom Jubiläumskomitee waren zufrieden: „So kann der Stein stehen bleiben.“

Der Gedenkstein soll demnächst mit dem Badener Wappen und den Jahreszahlen geschmückt werden, wenn die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.

Die Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine beabsichtigt, sich im September als gemeinnütziger Verein zu konstituieren, um die ganzjährige Jubiläumsfeier 2013 optimal vorbereiten und für das Jubiläum auch Spenden einwerben zu können.

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