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Sanierung in der Brückstraße: Stein für Stein neu gesetzt

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Von: Markus Wienken

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Blick in die Einmündung Brückstraße, Richtung Südbrücke in Verden.
Blick in die Einmündung Brückstraße, Richtung Südbrücke: Das Pflaster wird saniert, die Steine kommen raus. © Markus Wienken

Die Gosse liegt schon, der Rest folgt! Stein für Stein wird „Verdener Dolomit“ auf der Brückstraße/Hinter der Mauer verlegt. Darüber kreist eine Drohne, die dokumentiert, was denn da genau passiert.....

Verden – Es poltert und staubt, alles muss raus, na ja, fast alles, was an Steinen im Einmündungs- und Kurvenbereich Reeperbahn/Brückstraße liegt. Und dann? Filigranarbeit ist gefragt. Stein für Stein wird neu verlegt. Derweil lässt Dennis Marczak sein fotografisches Auge, eine Drohne, steigen. Nur ein paar Meter hoch. „Alles wird dokumentiert. Was vorher war und nachher ist, und ob es keine Schäden gibt“, so der Vermessungsingenieur der Firma Brema-Bau.

Die Oberfläche zwar glatt, aber nicht rutschig, so fühlt sich „Verdener Dolomit“ an.

Derweil haben die Handwerker im Einmündungsbereich zu Kelle, Maßband und Wasserwaage gegriffen. Zunächst die Gosse zu beiden Seiten, dann die Fahrbahn inklusive Kurve bis zur Anbindung an die Straße Hinter der Mauer bekommen ein komplett neues Gesicht. Verlegt wird der Stein „Verdener Dolomit“, der von ähnlichem Format und Aussehen bereits an der benachbarten Reeperbahn zu finden ist. Die Oberfläche zwar glatt, aber nicht rutschig, so fühlt sich das Modell an. Betonsteinpflaster, robust, aber dem Naturstein optisch nachempfunden, so hatte es der Fachausschuss beschlossen. „Der Stein angerumpelt, die Kanten angeraut, damit er vom Erscheinungsbild zu der Straße passt“, bestätigt Dennis Marczak. Die Optik hat allerdings auch ihren Preis. Statt mit der Maschine müssen die Steine mit der Hand gesetzt werden. Dennis Marczak zeigt auf den Kurvenbereich, da wo die Brückstraße zur Straße Hinter der Mauer abzweigt: „Insbesondere an der Stelle ist es wie ein kleines Puzzle.“ Dass seine Kollegen, darunter Steinsetzer und Baufacharbeiter, die Kurve hinkriegen, daran lässt Marczak keinen Zweifel: „Projekte in der Größenordnung sind nicht ungewöhnlich.“

Baustelle Verden: Kleinere Steine für den Rand, die robusteren für die Fahrbahn

Die Bauarbeiten laufen nach einem detaillierten Plan ab. In fünf Bauabschnitte teilen sich die circa 350 Meter Straße, von der Einmündung Reeperbahn bis zur Straße Blumenwisch, auf. Mit circa 110 Quadratmetern ist der Kurvenbereich, da wo die Handwerker derzeit Steine setzen, die größte Baustelle. Kleinere Steine für den Rand, die robusteren für die Fahrbahn, sodass sich mit der nachfolgenden Fahrbahn ein einheitliches Bild ergibt, so der Wunsch des Fachausschusses.

Eine Drohne schießt Fotos
Sicht von oben: Die Drohne steht über der Baustelle. © Markus Wienken

Ist der Kurvenbereich komplett, bleiben die Handwerker nachfolgend im Randbereich der Straße, die Fahrbahn wird nicht angetastet. „Jeweils rechts und links werden die Fahrradstreifen ausgetauscht“, so Stephanie Weber vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün. Ebenfalls Betonsteinpflaster, dem Naturstein nachempfunden.

Straße Hinter der Mauer in Verden: Die Fahrbahn wird nicht angetastet

Meter für Meter werden sich die Handwerker in den kommenden Tagen bis zur Blumenwisch vorarbeiten. Wird gebaut, bleibt die Straße voll gesperrt. Allerdings kann von der Blumenwisch in die Straße gefahren werden. Die Einbahnstraßen-Regelung ist aufgehoben.

Dennis Marczak nimmt mit Handy die Daten auf.
Sicht von unten: Dennis Marczak nimmt die Daten auf. © Markus Wienken

Hinter der Mauer in Verden: Die Drohne als surrender Begleiter

Während seine Kollegen noch im Einmündungsbereich die ersten Steine setzen, ist Dennis Marczak schon ein paar hundert Meter weiter. Über seinem Kopf ist ein leises Surren zu hören. Sein ständiger Begleiter. Der Vermessungsingenieur lässt noch einmal seine Drohne steigen, nimmt die Straße, aber vor allem die historische Stadtmauer in Höhe des Rathauses ins Visier. „Auch in dem Bereich steht einiges unter Denkmalschutz, was ebenfalls dokumentiert und auf mögliche Schäden festgehalten werden muss“, erklärt Marczak. „Das ist vertraglich vereinbart.“

Die Steine für das neue Pflaster lagern an der Blumenwisch in Verden.
Werden komplett verbaut: Die Steine für das neue Pflaster lagern an der Blumenwisch. Anlieger können zudem von dort in die Straße Hinter der Mauer fahren. © Markus Wienken

Von der Sanierung des brüchigen und vielfach geflickten Pflasters, insbesondere des Randstreifens, sollen vor allem die Radfahrer profitieren (wir berichteten). Die Kosten dafür belaufen sich auf circa 115 .000 Euro.

Zeitplan für die Bauarbeiten

• 1. Bauabschnitt, voraussichtlich bis 18. März: Brückstraße 14 bis Hinter der Mauer 6.

• 2. Bauabschnitt, 21. bis 24. März: Hinter der Mauer 6 bis Hinter der Mauer 17.

• 3. Bauabschnitt, 25. bis 31. März: Hinter der Mauer 17 bis Carl-Hatzky-Weg.

• 4. Bauabschnitt, 1. bis 4. April: Carl-Hatzky-Weg bis Johannisstraße.

• 5. Bauabschnitt, 11. bis 19. April: Johannisstraße bis Blumenwisch.

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