Gemeinsames Theaterprojekt von Stiftung Waldheim und Angestelltenakademie

Start für das Zauberpferd

Gertrud Nieß und Ruth Podlich besprechen die Details.

Verden - (nie) · „Du, sag mal. Wann ist die nächste Probe, und kann meine Freundin auch mitspielen?“ Es ist Montagnachmittag, und in der Schneiderwerkstatt der Deutschen Angestelltenakademie (DAA) in der Max-Planck-Straße in Verden herrscht große Aufregung.

Ruth Podlich, Theaterpädagogin und Leiterin der Theatergruppe der Stiftung Waldheim in Cluvenhagen, besucht mit einigen Frauen und Männern aus der Schauspiel-AG den gemeinnützigen Weiterbildungsträger, mit dem sie in den kommenden Monaten kooperieren werden. Gemeinsam möchte man „Das Zauberpferd“ nach einem orientalischen Märchen aus 1001 Nacht auf die Bühne bringen.

Seit zehn Monaten laufen bereits die Vorbereitungen für das neue Stück. Die Premiere ist für Donnerstag, 30. September, in der Aula des Gymnasiums am Wall in Verden vorgesehen

„Die Vorbereitungen sind aufwändig und benötigen sehr viel Zeit“, erklärte Podlich. So hat ein Teil der Laiendarsteller neben der wöchentlichen Probenarbeit bereits ein Bauchtanztraining absolviert, das regelmäßiger Auffrischung bedarf. „Die Mitwirkenden müssen schließlich erst Gefühl und Gespür für Bewegungen und Atmosphäre der arabischen Welt bekommen“, berichtete die Theaterleiterin.

Ebenso wie Cornelia Ulrich, Sozialpädagogin bei der DAA, und Gertrud Nieß, Leiterin Integrative Maßschneiderausbildung, freut sich Podlich über die kreative Zusammenarbeit mit der DAA, in der in den kommenden Monaten noch weitere Ausbildungsbereiche einbezogen werden. Podlich: „Bislang sind schon die Maler- und Metallwerkstatt involviert, die mit den Beschäftigten Kulissen und Bühnenteile bauen. Später kommen noch Bühnen- und Blumendekorationen sowie das Catering für die Premierenvorstellung dazu.“ Schon jetzt zeichnet sich also ab, dass dieses einrichtungsübergreifende Theaterprojekt für alle Mitwirkenden ein gewinnbringender persönlicher Prozess, eine lustvolle Erfahrung und eine bleibende Erinnerung sein wird.

In der Stiftung Waldheim hat das Theaterspielen bereits zehnjährige Tradition. Zurzeit, so Podlich, gäbe es zwei schauspielernde Gruppen sowie ein Team von Bühnentechnikern. Jedes Jahr werde ein neues Stück erarbeitet, zuletzt Szenen aus „Michel aus Lönneberga“ nach Astrid Lindgren.

Weitere Schwerpunkte der schauspielerischen Aktivitäten sind Straßentheater und so genannte Walking Acts. Podlich: „2007 ist ,Wo die wilden Weiber wohnen‘ entstanden. Das Stück, für das wir zahlreiche Drachenmasken selbst gestaltet haben, wurde mehrmals aufgeführt, unter anderem auf dem Figurentheaterfestival in Northeim.“

Traditionell ist auch die Zusammenarbeit der Theatergruppe mit externen Partnern. Beispielsweise gab es vor Jahren ein integratives Theaterprojekt mit dem Verdener Domgymnasium, und Thilo Ulrich, angehender Bühnenmaler am Bremer Theater, hat bereits zweimal Bühnenbilder für das Waldheim-Theater entworfen. Auch für „Das Zauberpferd“ war er bereits aktiv und hat mit der Theatergruppe die Kulisse entwickelt.

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