Projekt im Kindergarten Emtinghausen wissenschaftlich ausgewertet / Derzeit läuft die Fortsetzung

Sprachförderung bringt wirklich etwas

Dorothee Metz und Linda Pauline Fröhlich von der Uni Bremen (hinten links) brachten die Auswertung des Sprachförderungs-Programms jetzt höchtspersönlich bei Gudrun Fröhlich und Gisela Koppermann (hinten rechts) vom Emtinghauser Kindergarten vorbei. Die angehenden Grundschüler haben jede Menge Spaß bei der zweiten Auflage.

Emtinghausen - (sp) · Sprachförderung wird in vielen Kindergärten oder auch in Grundschulen schon seit längerem betrieben. Das Problem dabei war oftmals: Wie kann man den Erfolg messen.

Nach einem Projekt, an dem auch der Kindergarten Emtinghausen teilnahm, steht jetzt fest: Diese Sprachförderung hat wirklich etwas gebracht.

Anfang des vergangenen Jahres beteiligten sich die kleinen Emtinghauser im Vorschulalter am „Lobo vom Globo“-Projekt des Zentrums für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen. Ein Vierteljahr lang zweimal wöchentlich arbeiteten die Kindergärtnerinnen, die vorher entsprechend geschult worden waren, mit Hilfe eines Anleitungsbuches mit den Kindern. Über dem ganzen Projekt stand der Drache Lobo als Identifikationsfigur.

Gemeinsames Reimen, Laute und Silben klatschen, Anläufe erkennen, Verse dichten Lobo-Lieder singen und einiges mehr standen auf dem Programm. „Das war kein trockener Stoff, sondern die Kinder haben mit Spaß und Begeisterung mitgemacht“, erläutert Kindergartenleiterin Gudrun Fröhlich.

Die Projektleiterinnen, die Dipl.-Psychologinnen Dorothee Metz und Linda Pauline Fröhlich brachten die Auswertung der Projektarbeit jetzt persönlich im Kindergarten Emtinghausen vorbei. Das ganze Projekt dient als Grundlage für die Doktorarbeit der beiden jungen Damen.

Ihr Resümee: Abgesehen vom Spaß, den die Kinder hatten, zeigte sich auch, dass sie deutlich von dem Programm profitieren konnten. So haben die sich Kinder über die Trainingszeit mit der Struktur der Sprache auseinander gesetzt und konnten am Ende beispielsweise besser Reime bilden, Silben segmentieren und Anläufe erkennen als vor dem Training.

Bei der Durchführung wurde mit Vergleichsgruppen gearbeitet, so dass die Auswertung wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Ganz davon abgesehen, dass auch von den Eltern und den Kindergärtnerinnen positive Rückmeldungen kamen.

Das ist allemal Grund genug für die Kindergartenleitung gewesen, das Projekt fortzuführen. Im Moment läuft die zweite Auflage des Projektes. Die nötigen Materialien hierfür wurden übrigens von dem Psychologie-Zentrum der Uni Bremen als Dankeschön für das engagierte Mitwirken am Forschungsprojekt gespendet.

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