Verein Feuerbestattung gibt 18 000 Euro

Mit Spende Menschen helfen

Große Runde: Der Verein Feuerbestattung spendete 18 000 Euro an soziale Institutionen.

Verden - (reg) · Über eine kräftige Finanzspritze von insgesamt 18 000 Euro dürfen sich gleich mehrere soziale Einrichtungen im Landkreis Verden freuen. Absender ist der Verein Feuerbestattung Verden, der, wie auch schon in den vergangenen Jahren, die Erlöse aus der Edelmetallverwertung für gute Zwecke spendete. Der private Verein gründete sich im November 2005 und unterstützt bereits seit 2006 gemeinnützige Organisationen mit Spendengeldern.

Die Vorschläge zur Verteilung der Mittel kamen vom Beirat. „In diesem Jahr ist es eine bunte Mischung“, verriet Vorstandsvorsitzender Willy Hilling. So werde sowohl Kindern und Jugendlichen als auch behinderten und pflegebedürftigen Menschen geholfen. Zusammen mit Betriebsleiter Peter Valk begrüßte er in den Räumen des Krematoriums die erschienenen Vertreter der einzelnen Institutionen. Dabei nutzte Hilling die Gelegenheit, über das Unternehmen und sein Wirken zu informieren. Die Zahlen der Einäscherungen seien in den vergangenen Jahren gestiegen, was vor allem daran liege, dass auch die Akzeptanz in der Bevölkerung weiter wachse.

Beim Vorgang des Einäscherns bleiben immer Rückstände übrig, unter anderem auch Edelmetalle wie beispielsweise Zahngold oder Ringe. Diese werden anschließend eingeschmolzen, in Geld umgemünzt und für soziale Bedürfnisse eingesetzt.

Die Summe von 18 000 Euro wurde wie folgt aufgeteilt: Ganze 10 000 Euro gingen in diesem Jahr an die Kirchenkreise Rotenburg, Verden und Osterholz-Scharmbeck für das Projekt „Diakonische Zeit“. Das Projekt sorgt für die Menschlichkeit in der Pflege, indem es mit den Geldern Zeit für zwischenmenschliche Interaktion verschafft. „Krankenkassen übernehmen häufig nur die reine pflegerische Versorgung, Gespräche kommen jedoch häufig zu kurz“, erklärte Diakoniepastorin Constanze Ulbrich.

Über 2000 Euro freuten sich die Lebenshilfe Verden und der Tintenklecks. Eingesetzt wird das Geld hier für die Integration behinderter Menschen in den normalen Lebensalltag. Weiterhin kann die Stiftung Waldheim mit 3000 Euro zukünftig behinderten Menschen eine spezielle Augenuntersuchung ermöglichen, die bislang nur in den Niederlanden durchgeführt werde, so Vorstandsmitglied Dieter Haase.

Ebenfalls 3000 Euro unterstützen das Diakonische Werk beim Projekt „Wir wollen lesen“ und kommen vor allem Kindern mit Migrationshintergrund in der ersten bis dritten Klasse zugute. Die Idee hierzu ist in der Stadtschule Rotenburg entstanden. Leseschwache Schüler werden gefördert und so eine Versetzung in die nächste Klasse gesichert. Die Vertreter bedankten sich für die großzügigen Spenden, mit denen sie anderen Menschen, die es vielleicht nicht ganz so leicht im Leben hätten, helfen können.

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