Drei Tage lang Acapella-Landescontest: Ein musikalischer Wettstreit der ganz besonderen Art

Spaß- und Spitzenveranstaltung

„AllerCapella“ gewannen in der Sparte „Klassik Amateur“.

Achim - (häg) · Der „German Acappella Landescontest Niedersachsen/Bremen“ am Wochenende im Kulturhaus „Alter Schützenhof“ (Kasch) war an drei Tagen zugleich Demonstration und Werbung für den Chorgesang. Der klingt heutzutage bei aller musikalischen Ernsthaftigkeit zumeist beschwingt, keinem Genre mehr verhaftet und experimentierfreudig.

Die Zeit, in der Ensembles sich nur dem eigenen Kultur- und Liedgut verpflichtet fühlten, ist vorbei. Tauglich für Chöre ist nun, was gefällt. Das kann das Volkslied ebenso sein wie die lange Liste von Pop-Songs oder Einflüsse aus Jazz, Gospel, Musical und Klassik.

Insgesamt 22 Gruppen unterschiedlichen Anspruchs – Profis und Amateure wurden getrennt gewertet - stellten sich dem Urteil von Publikum und Jury. Diese Jury war prominent besetzt. Mit dabei: Der Musikwissenschaftler Dr. Wolfgang Rumpf, der Diplommusiker Alexander Ludwig, Klaus Levermann vom Chorverband Nordrhein-Westfalen und Clemens Tewinkel, bis letztes Jahr einer der „Wise Guys“ und mithin jemand, der ganz genau weiß, was den Zuhörern ins Ohr geht – und wie man mit Kandidaten, die immer ihr Bestes geben wollen, verfährt. Nicht herablassend wie in einigen fragwürdigen Fernsehformaten, sondern fair und konstruktiv.

Dieser Umgang prägte die Atmosphäre des Wettbewerbs. Natürlich wollte jedes Vokal-Ensemble bei der Siegerehrung oben auf der Bühne stehen – eine vordere Platzierung beim Contest schmückt die künstlerische Vita und weckt das Interesse potentieller Auftraggeber – aber nicht um jeden Preis. Mindestens genauso wichtig wie der musikalische Wettstreit, der unter anderem von der Mediengruppe Kreiszeitung gefördert wurde, war das Treffen an sich.

Denn hier war den Teilnehmern eine treffliche Möglichkeit gegeben zum regen Austausch von Erfahrungen und Plänen.

Für den Contest, der von Stefanie Waterkamp moderiert wurde, war schon im Vorfeld kräftig geplant und organisiert worden. Das mehr als 20-köpfige Team um Susanne Groll hatte rund 230 Teilnehmer zu betreuen. Und von den Gästen gab es nur Lob. Einhelliger Tenor: Eine absolute Spaß- und Spitzenveranstaltung mit sympathischen und immer hilfsbereiten Gastgebern. Susanne Groll vom Kasch freute diese Anerkennung ebenso wie die Resonanz des Publikums: „Die Veranstaltungen waren allesamt sehr gut besucht.“

Am Samstagabend war der große Saal sogar bis auf den letzten Platz und darüber hinaus gefüllt; die Zuhörer entsprechend fachkundig und die Stimmung bisweilen ausgelassen.

Gegen Mitternacht am Samstag wurden die Gewinner und Platzierten verkündet. In der Kategorie für Amateure belegten „Sugar’n Spice“ und „Die Randgruppe“ die beiden ersten Plätze. Bei den Semiprofis siegte „Female Affairs“, bei den Profis „JuiceBox“.

In der Sparte Klassik Amateur setzte sich „AllerCappella“ durch. Der zweite Platz ging an „vis-a-vis“. Beste Profigruppe sind die „Hannover Harmonists“, gefolgt von „VIASSOL“.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Virologe: Sars-CoV-2 bleibt wohl wie Influenza dauerhaft

Virologe: Sars-CoV-2 bleibt wohl wie Influenza dauerhaft

Umwelt-Drama: Diese sieben Reiseziele werden "dank" Kreuzfahrtschiffen komplett zerstört

Umwelt-Drama: Diese sieben Reiseziele werden "dank" Kreuzfahrtschiffen komplett zerstört

Das Motorrad fit für die Saison machen

Das Motorrad fit für die Saison machen

Mode-Klassiker der 1970er kommen zurück

Mode-Klassiker der 1970er kommen zurück

Meistgelesene Artikel

Schmöker lockt auf die schiefe Bahn

Schmöker lockt auf die schiefe Bahn

Straße gleicht einer Mondlandschaft

Straße gleicht einer Mondlandschaft

Wunsch nach Wetterschutz und WC

Wunsch nach Wetterschutz und WC

Sportler und Musiker als Mitmacher gefragt

Sportler und Musiker als Mitmacher gefragt

Kommentare