Erste Berichte im Jugendausschuss nach Neustrukturierung der Aufgabengebiete

Sozialarbeit ab Klasse 1

Oyten - (pee) · Die effektive Vernetzung der Jugendsozialarbeit in der Gemeinde Oyten durch Neustrukturierung von Aufgabengebieten und Personaleinsatz beginnt zu greifen.

Das dokumentierten am Montagabend im Rathaus in der Sitzung des Jugend-, Sport- und Kulturausschusses des Gemeinderates Oyten die ersten Berichte von zweien der ins Netzwerk eingebundenen Sozialarbeiter.

Sichtliche Betroffenheit löste Dietmar Brauner mit der Schilderung seiner Arbeit aus. Bis dato nur im Schulzentrum Ansprechpartner für Jugendliche, kam für Brauner und seinen Kollegen Stefan Hartel im Herbst die Sozialarbeit in den Grundschulen Oyten, Bassen und Sagehorn mit je sechs Wochenstunden als neue Aufgabe dazu. Und das sei von der Politik innovativ und vorausschauend beschlossen worden, betonte Brauner die Notwendigkeit von Schulsozialarbeit schon mit Erstklässlern: „Wir sind mit offenen Armen aufgenommen worden und haben sehr gut zu tun.“ Mobbing, Gewalt, Lernverweigerung, Verhaltensauffälligkeiten – Probleme, derer sich Brauner und Hartel in der Einzelfallhilfe und in Trainingsgruppen annehmen.

Die in den Grundschulen verbrachte Arbeitszeit fehlt den Sozialarbeitern nun allerdings im Schulzentrum: „Man kann nicht mehr alles schaffen, was man sonst in fünf Tagen geschafft hat“, sagte Brauner, „wir müssen Schwerpunkte setzen in der Einzelfallhilfe und der Streitschlichterausbildung.“ Seit September unterstützt deshalb auch Jugendzentrumsmitarbeiter Hendrik Hemmerich die Sozialarbeit im Schulzentrum, der von aktiven Pausenangeboten und Elterngesprächen als Schwerpunkten berichtete.

Hemmerich ist außerdem Koordinator des Ausbildungspatenprojekts der Gemeinde Oyten. 15 berufserfahrene Paten stehen zur Verfügung, um zurzeit 12 Hauptschülern auf dem Weg in die Ausbildungsfähigkeit und ins Berufsleben zu helfen. Der Bedarf sei steigend, betonte Hemmerich, der für die nächste Schülergeneration auf der Suche nach weiteren Paten ist.

Gemeinsam leiten Jugendzentrum und Caritasverband das Beteiligungsprojekt von Jugendlichen zur Erweiterung der Oytener Skateranlage. Über 20 Jugendliche hätten mitgeplant, aber der sehnliche Wunsch nach einer großen Halfpipe sei nicht zu erfüllen, denn die koste 40 000 Euro, berichtete Hemmerich. Für die seitens der Gemeinde zur Verfügung gestellten 15 000 Euro gebe es knapp eine Mini-Pipe und eine verlängerte Rail. Christine Hempel (Grüne) regte an, die Jugendlichen sollten für weitergehende Wünsche selbst bei Geschäftsleuten im Ort Drittmittel einwerben.

In einer Sitzung im November plant der Jugendausschuss dann Berichte zu hören zur Sozialarbeit in der „Berghütte“, im Jugendzentrum Oyten und im Jugendtreff in Bassen.

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