Selbständige für neue Stadtpläne

„Sonst können wir den Laden dicht machen“

Achim - Die von der City Initiative zur Unternehmergemeinschaft Achim (Uga) umfirmierte Selbständigenorganisation und der Wirtschaftsbeirat Achim stehen im Grundsatz voll hinter dem Hundsdörferschen Konzept zur Weiterentwicklung der Achimer Innenstadt, bedauern aber, dass nur über die Bibliothek und ein eventuelles Glasdach in der Fußgängerzone und nicht über das Gesamtkonzept diskutiert werde.

Uga-Vorsitzender Marko Thönsing gestern im Pressegespräch: „In der Innenstadt muss was passieren, sonst können wir den Laden dicht machen. Neue Ideen und Konzepte sollten nicht gleich abgeschmettert werden, sollten nicht von vornherein schlecht gemacht werden.“

Stellvertretender Vorsitzender Rudolf Knapp ergänzt: „Wir kämpfen schon seit gefühlten 100 Jahren für Veränderung.“

Für die Selbständigen-Organisation und den Vorsitzenden des Wirtschaftsbeirats Achim, Gerhard Hasselmann, geht es bei allem darum, dass Achims Innenstadt für die Menschen anziehender wird. Gastronomie auf dem Bibliotheksplatz und ein Umzug der Bibliothek ins Rathaus für weniger Investitions- und Unterhaltungskosten seien dabei gute Ideen. Auch zwischen Amtsgericht und Rathaus, an der Marktpassage und auf dem Scherfschen Gelände am Schmiedeberg-Kreisel durch Neubauten 20 000 bis 30 000 zusätzliche Quadratmeter zu schaffen für neue Geschäfte, sei eine ausgezeichnete Idee. Ein Glasdach in der Fußgängerzone sei nur das I-Tüpfelchen am Schluss und vielleicht auch nur ein Denkanstoß, unterstreichen Thönsing, Knapp und Hasselmann.

Sie sehen auch die Einzelhändler und Hauseigentümer in der Stadt in der Pflicht, durch vieles wie zum Beispiel behindertengerechte Läden, einheitliche, durchgehende, lange Öffnungszeiten, Kundenfreundlichkeit und Service die Innenstadt attraktiver zu machen. Die Selbständigen in Achim warteten jetzt aber auf das Signal, die Initialzündung für den Aufbruch in der Stadt.

„Wir brauchen zu den vorhandenen 1000 Gutachten nicht noch ein weiteres, sondern jetzt Entscheidungen“, sagt Gerhard Hasselmann. Der Masterplan Hundsdörfers ist für alle da eine gute Grundlage.

Die von Kritikern verfolgte Vision einer „Schlafstadt Achim“ ist für sie indiskutabel und in den Worten Marko Thönsings „eine Frechheit“.

Die Unternehmer möchten einen lebendigen, attraktiven Einzelhandel für die Kunden in der Stadt, der durch ein City-Management organisiert werden sollte. · mb

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