Bundesjugendspiele an der Grundschule Etelsen mit einem Piratensportfest ganz eindeutig gehörig aufgepeppt

„Soll ja schließlich Spaß machen, näh“

Etelsen - (jw) · Ha, so ein bisschen Wind kann doch keinen Piraten wirklich schocken. Als echter Freibeuter liebt man das Brausen der Stürme sogar. Wenn dabei ein Piratenschiff mal ein bisschen in Seenot kommt, was macht das schon? Spaß. Sogar mächtig Spaß. Wie gestern morgen an der Grundschule Etelsen eindeutig zu erleben war.

Hier standen bei heftig windigen Wetterverhältnissen die Bundesjugendspiele auf dem Programm, ganz mit den klassischen Disziplinen Laufen, Werfen und Weitsprung. Gar keine Frage, schon hier ließen sich die Klassenkameradinnen und Kameraden auf das Trefflichste und das Lauteste anfeuern.

Wenn dann in der Weitsprung noch das Resultat der Kampfrichter kam: „Supersprung. 2,60 Meter!“ Dann, ja dann musste das selbstverständlich mindestens mit einem breiten Lächeln gefeiert werden – und dem entsprechenden Siegesgeheul der angehenden Piraten. Da mochte der Wind noch so über den Etelser Schulsportplatz pfeifen.

Die tapferen Kampfrichterinnen zogen sich die Kapuzen über ihre Köpfe, die Mädchen und Jungs zogen weiter auf den Schulhof und verwandelten sich in Piraten. In Etelsen beließ man es nicht bei schlichten Bundesjugendspielen, da sattelte man noch ein prächtiges Piratensportfest obendrauf. Übrigens schon zum zweiten Mal in der Schulgeschichte.

Verpackt in eine Abenteuergeschichte mussten die Kinder hier nicht nur etliche Stationen absolvieren, die spannende Geschichte konnte mit reichlich Aktion quasi nachgespielt werden.

Also, was machen Piraten, wenn sie im Sturm auf einer Insel stranden? Klar, erst einmal die Verletzten und dann die Kisten mit allem Lebensnotwendigen in Sicherheit bringen. „He, aber jeder immer nur eine Kiste“, versuchten im Eifer des Gefechts Seeräubermütter den Freibeutern die Tiefe der Spielregeln nahe zu bringen.

„Die sind aber doch gar nicht schwer“, scholl es zurück. Zwei Kisten pro kräftigem Pirat geht schon. Auch wenn sie hier mal nicht ganz so hingehört haben, das Piratenvolk war schwer begeistert und mindestens auch so diszipliniert.

Wo hat man das sonst schon gesehen, dass so vermeintlich wilde Gesellen ihre Wäsche fix aber fein zum Trocknen aufhängen? Eben.

Weniger freundlich war man dann zu den frechen Affen. Die wurden mit Kokosnusswürfen vertrieben. Auch herrlich: Der Lauf mit den Fackeln um den großen Baum auf dem Schulhof, Quatsch, den Urwaldbaum natürlich.

Was braucht man nach einem Schiffbruch noch unbedingt zum Überleben? Klar, Trinkwasser. Das holten sich die Piraten mit einem Staffellauf über einen echt nicht einfachen Parcours. Angefeuert wurde hier wie toll. Schließlich wurden auch noch die Eingeborenen zu einem Piratenfest eingeladen.

Eines muss man aber zum Schluss zugeben: Auch wenn Lehrerinnen und Lehrer sich alle Mühe gaben, ohne die Mithilfe vieler Mütter und Väter kann man so ein Abenteuer wohl nicht so gut auf die Beine stellen. Man muss auch nicht groß fragen, warum die Eltern sich so engagieren. Die Antwort wusste ein Pirat im Werder-Trikot aus der vierten Klasse: „Soll ja schließlich Spaß machen, näh.“

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