Manipulation am Commerzbank-Geldautomaten wurde schnell entdeckt

Skimmingfälle nehmen zu

Die Polizei mahnt zur Vorsicht beim Geldabheben am Automaten.

Verden - (eg) Die Verdener Commerzbank wurde Opfer von Skimming: Am Sonnabend, 25. Juli, wurde der Geldautomat manipuliert und Daten von Kunden ausgespäht (wir berichteten). Bei diesem Vergehen werden, laut Pressestelle des Bundeskriminalamtes, illegal Kartendaten erlangt, indem Daten von Magnetstreifen ausgelesen und auf gefälschte Karten kopiert werden. Derzeit kämen solche Vergehen an Geldautomaten und zuletzt vermehrt auch an Point-of- Sales-(POS)-Terminals häufig vor.

Der Leiter der Verdener Commerzbank, Kai Petzold, berichtete, dass ihm eine genaue Anzahl von Betroffenen Kunden noch nicht bekannt sei: „Am Geldautomaten wurde ein Modul installiert. Es passierte das erste Mal und natürlich werden Vorkehrungen getroffen, damit es in Zukunft nicht wieder geschieht. Für die Kunden gibt es eine Versicherung.“

Schadensformulare lägen für die Kunden bereits zum Ausfüllen bereit, berichtete Petzold. Darin würde beispielsweise danach gefragt, ob die Geheimzahl bei sich getragen wurde, oder ob sie weiter gegeben worden sei. Die Sicherheit der Kunden sei gewahrt, erklärt Petzold. „Die Karten wurden schnellstmöglich am Montagvormittag alle gesperrt. Die Kunden unserer Filiale haben auch schon alle neue Karten erhalten.“

Auch Christine Krahl, Leiterin der Commerzbank in Bremen bestätigte das Vorkommnis: „Am Sonnabend war der Geldautomat der Verdener Commerzbank über vier Stunden manipuliert worden. Die Anzahl der Geschädigten ist mir nicht bekannt. Zudem heben auch Kunden anderer Banken an diesem Schalter ab. Die Nutzer der Commerzbank werden von uns direkt angesprochen und erhalten auf jeden Fall Schadensersatz.“

Folgende Tipps sollen, laut Christine Krahl, den Betrügern das Handwerk legen: „Niemals die PIN notieren. Die Karte bei Zahlungen immer im Auge behalten. Die PIN nicht an Türöffnern eingeben. Keine Hinweise, die zu mehrmaliger PIN-Eingabe auffordern befolgen. Keine Person bei der PIN-Eingabe in seiner Nähe zulassen.“

Die Werbeleiterin der Kreisparkasse Verden, Dr. Beate Patrolla, betont die Sicherheit ihrer Kunden: „Wir hatten an unseren Automaten, toi, toi, toi, bisher noch keine Probleme.“

Landesweit seien in diesem Jahr 90 Skimmingfälle bekannt geworden, berichtete Jürgen Menzel, Pressesprecher der Verdener Polizei. Dabei seien 500 Konten geplündert worden. Hauptsächlich kämen die Täter aus Osteuropa. Meist seien sie Wiederholungstäter und versuchten es bei Erfolg zwei bis drei Mal. Deswegen solle man die Personen in seiner Umgebung besonders genau beobachten und im Zweifel das Kennzeichen notieren und sie der Polizei melden. Dasselbe gelte, wenn man Veränderungen oder Manipulationen an Geldautomaten feststellt. Weiterhin raten Polizei und Banken dazu, dass Kunden beim Eintippen der PIN die Tasten mit der anderen Hand verdecken.

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