Auf dem Weserwehr wird es immer enger – und Tourenfahrern immer mulmiger

Wie sicher ist die Überfahrt für Radfahrer?

Vor der Autokolonne über die Brücke? Oder lieber hinterher und dann vielleicht in den Gegenverkehr geraten? Für Radfahrer ist die Situation auf dem Weserwehr zwischen Daverden und Intschede nicht immer ungefährlich. ·
+
Vor der Autokolonne über die Brücke? Oder lieber hinterher und dann vielleicht in den Gegenverkehr geraten? Für Radfahrer ist die Situation auf dem Weserwehr zwischen Daverden und Intschede nicht immer ungefährlich. ·

Daverden - Die Ampel, die den Verkehr über das Weserwehr zwischen Daverden und Intschede regelt, ist schon eine Spezielle. Die Gelb-Phase ist 20 Sekunden lang, während dieser Zeit dürfen Kraftfahrzeuge noch übers Wehr. Probleme hatten da in der Vergangenheit Autofahrer mit der plötzlichen Rotphase. Regelmäßigen Radfahrern liegt die Situation auf der Brücke mit dem Start in die Saison auf eigene Art auf der Seele.

Schwierigkeiten mit der Polizei bekamen Autofahrer, die bei plötzlich umspringender Ampel bei Rot noch auf die Brücke fuhren. Der Gemeinderat Blender arbeitet an einem Antrag an die zuständige Straßenverkehrsbehörde, die zu einer veränderten Ampelschaltung führen soll (wir berichteten).

Das wieder ließ regelmäßige Radfahrer hellhörig werden – die auch schon lange so ihre Schwierigkeiten mit der Ampelregelung haben.

„Wenn das Wetter offen ist, sind wir unterwegs. Und bald jede zweite Tour führt uns übers Wehr“, erzählt Günter Steffens vom Radfahrverein Etelsen. Die Tourenfahrer sind auch nicht erst seit gestern in ihrer Heimatregion unterwegs und haben im Lauf der Zeit die Beobachtung gemacht: Der Autoverkehr hat enorm zugenommen. „Der Radfahrerverkehr allerdings auch“, gibt man gerne zu.

Egal ob Rad- oder Autofahrer: Die nächsten Weserquerungen liegen ein ganzes Stück weit weg. Die Kreisstraße zwischen Daverden und Blender ist gerade für den Radwanderer und den allgemeinen Radfahrverkehr eine Hauptverkehrsader.

Die Radler stehen gemeinsam mit den Autos vorm Wehr, springt die Ampel auf „Grün“ geht es für alle in eine Richtung los. Stehen die Radfahrer vorne, werden sie ganz schnell von den Autos überholt – und dann wird es auf der Brücke eng. Für die Radfahrer kribbelig eng, wenn nicht gar gefährlich.

Will man die 400 Meter lange Brücke während der Grün-Phase passieren, muss man schon mächtig Tempo machen. Für „Normalo Radfahrer“ oder aber auch die mit Batterie betriebenen Behindertenfahrzeuge gar nicht zu schaffen, ist sich Steffens sicher.

In der Folge tritt für den gemeinen Radfahrer und selbst den Tourenfahrer Problem Nummer 2 auf den Plan: Die Gegenseite bekommt Grün. „Und der Gegenverkehr von der anderen Seite fährt auf Biegen und Brechen einfach los, obwohl die Fahrbahn eigentlich nicht frei ist“, so Steffens. Wieder scheint der Sicherheitsabstand nicht ausreichend. Was ist, wenn mal ein Radfahrer mit der Pedale am hohen Bordstein hängen bleibt und seine Fahrlinie verlässt? Geht das noch Jahre lang gut oder gibt es in der neuen Saison einen Unfall, fragen sich die Etelser Tourenfahrer.

Eine Patentlösung haben die Rad-Enthusiasten aus Etelsen auch nicht. Aber vielleicht ließe sich eine „Bedarfsschaltung“ für Radfahrer und andere Langsamfahrer einrichten? Wenn ihre Sorgen in die Beratungen über den Antrag aus Blender beim Landkreis in Verden mit einfließen könnte, wäre man in Etelsen nicht unglücklich. „Wir vom Radfahrverein Etelsen sind bereit, an Lösungen mit zu arbeiten“, verspricht jedenfalls Günter Steffens. · jw

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mögliche Minister unter Rot-Gelb-Grün

Mögliche Minister unter Rot-Gelb-Grün

Die übelsten Fehltritte von Armin Laschet

Die übelsten Fehltritte von Armin Laschet

Die deutschen Bundeskanzler und die Bundeskanzlerin seit 1949

Die deutschen Bundeskanzler und die Bundeskanzlerin seit 1949

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Meistgelesene Artikel

Mattfeldt knapp im Bundestag: 1702 Stimmen vor SPD-Kandidat Michael Harjes

Mattfeldt knapp im Bundestag: 1702 Stimmen vor SPD-Kandidat Michael Harjes

Mattfeldt knapp im Bundestag: 1702 Stimmen vor SPD-Kandidat Michael Harjes
Zusammen zu Fuß zur Schule

Zusammen zu Fuß zur Schule

Zusammen zu Fuß zur Schule
Anke Fahrenholz folgt in Thedinghausen auf Harald Hesse

Anke Fahrenholz folgt in Thedinghausen auf Harald Hesse

Anke Fahrenholz folgt in Thedinghausen auf Harald Hesse
Erdbeben in Verden: Experten haben These für heftige Erderschütterungen

Erdbeben in Verden: Experten haben These für heftige Erderschütterungen

Erdbeben in Verden: Experten haben These für heftige Erderschütterungen

Kommentare