Spezial-Garten wird derzeit angelegt

Seltene Rosen in voller Pracht

Die Arbeiten sind in vollem Gange. Noch lässt sich nur erahnen, welche Rosen-Blütenpracht im Garten von Petra Haamann und Jürgen Holst in Kürze zu bewundern sein wird.

Thedinghausen - BEPPEN (ha) · In Beppen (Beppener Straße 16) entsteht derzeit ein Rosengarten, der voraussichtlich ab Mitte Juni für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird und wegen seiner besonderen seltenen Sorten einzigartig in der Region sein dürfte.

Angelegt wird der Garten derzeit von Petra Haamann, einer ausgebildeten Juristin, und Jürgen Holst, einem Kunsthistoriker. Beide sind Beppener Neubürger und haben vorher in der Nähe von Heidelberg gelebt.

Persönlich beschäftigt sich Petra Haamann seit 15 Jahren mit der Zucht von seltenen Rosen und hat dabei sehr gute Kontakte zu der weltberühmten und einmaligen Rosensammlung im Europa-Rosarium in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) aufgebaut.

Als wertvolles Kulturerbe werden hier die Rosen aus vergangenen Zeiten bis hin zur Moderne erhalten. Dieses Ensemble ist umrahmt von einer großartigen Gehölzkulisse. Auch in Beppen umrahmt ein alter Eichenbestand das Rosarium. Ein kleines lebendes Museum wird hier entstehen, denn die Vorlieben der Initiatoren liegen bei den vielfältigen Pernetiana-Rosen, die Joseph Pernet-Ducher – ein Gärtner und Rosenzüchter aus Frankreich, zu Beginn des 20. Jahrhunderts kreiert hat. Beispielsweise war er der erste Züchter, der eine gelbe Gartenrose gezüchtet hat.

In Kooperation mit dem Europa-Rosarium in Sangerhausen sind und werden in Beppen jetzt alte Rosensorten gepflanzt. „Unser Ziel ist ganz einfach: Eine Bestandssicherung dieser Sorten“, erläutert Petra Haamann.

Außerdem bereichern eine Vielzahl von Stauden die Rosenbeete, die eingebettet in einen Rundgang von Besuchern erforscht werden können. Der Besucher wird natürlich nicht alleine gelassen. „Nach Absprache wird es Führungen geben und Informationsmaterial ist in Arbeit.“ Petra Haamann erklärt, dass für Rosen die besten Pflanzplätze sonnige Beete mit gut durchlässigem Boden seien. Dort kann man sich bis weit in den Spätherbst hinein am Anblick der vielen Blüten erfreuen, die fast ohne Pause über den Strauch verteilt erscheinen.

Die Ducher-Rosen werden dabei ein Hauptanziehungspunkt bei Schnupperrunden durch den Garten sein. Petra Haamann und Jürgen Holst geben aber auch gerne Auskunft zur Veredelung einer Rose oder über Gründe für Krankheiten. So verraten sie, dass Milch, eins zu zehn mit Wasser verdünnt, prima gegen Mehltau hilft und in Wasser eingelegte Zigarettenstummel gegen Läuse helfen.

Immer wieder findet man die passenden Stauden zu den Rosen. „Lilien sind zum Beispiel extrem gute Rosenbegleiter“, sagte Jürgen Holst, der zurzeit damit beschäftigt ist, einen Wege durchs Rosarium anzulegen. In einem anderen Gartenteil wurde das Thema „blau - und grau blühende Rosensorten“ aufgegriffen. Schon jetzt zu Beginn der Vegetationsperiode kann man erahnen, was in Beppen einmal an wunderbarer Blütenpracht entstehen wird.

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