Bürgermeister macht Tour im Bürgerbus: Fahrer händeringend gesucht

„Selbstförn köst nix“

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Der Bürgermeister (r.) hilft bei der Fahrersuche: Hier zeigt er gemeinsam mit dem Fahrdienstleiter Walter Fluss aus Holtum (Geest) ein Werbebanner mit knackigem Slogan.

Kirchlinteln - Pünktlich um 8.04 Uhr öffneten die Türen des Bürgerbusses. Diesmal allerdings für einen besonderen Gast: Bürgermeister Wolfgang Rodewald stieg gestern in Kirchlintelns Ortsmitte zu. „Ich will einfach mal gucken, wie es so läuft, wo es Probleme gibt.“ Das erfuhr der Verwaltungschef während der Fahrt im Gespräch mit dem Bürgerbus-Vereinsvorsitzenden Adolf Rademacher und dem Fahrdienstleiter Walter Fluss.

„Die Fahrt über Kükenmoor und Groß Heins in Richtung Bendingbostel war wirklich sehr nett“, berichtete Rodewald hinterher. „Zwischendurch ist ein Jugendlicher, der in die Schule wollte, zugestiegen. Leider blieb er der einzige Fahrgast. Es ist wirklich schade, dass dieses tolle Angebot nicht intensiver in Anspruch genommen wird.“

Rodewald erfuhr, dass die Suche nach zusätzlichen ehrenamtlichen Fahrern bisher ohne Ergebnis geblieben sei. Durch den personellen Engpass stünde der Verein unter Druck, den Betrieb weiter aufrecht zu halten. „Die Stimmung war trotzdem sehr gut, die Ehrenamtlichen sind mit Leidenschaft dabei“, lobte Rodewald das Engagement.

„Aber es wäre toll, wenn sich noch ein paar mehr Leute für diese wirklich wertvolle Tätigkeit begeistern könnten.“ Es gebe schließlich in der Gemeinde Kirchlinteln viele rüstige Rentner, die nach neuen Aufgaben suchten. „Für die wäre das doch eine tolle Möglichkeit, sich im Sinne von ‚Bürger helfen Bürgern‘ zu engagieren.“ Auch wer nur wenige Halbtage im Monat „opfern“ kann, um den Bürgerbus zu steuern, würde dem Verein und damit auch den Fahrgästen sehr helfen. Außerdem, so erinnert ein Werbebanner des Vereins, kostet eine Fahrt im Bürgerbus 1,80 Euro, „selbstförn köst nix.“

„In der Fläche unserer Gemeinde schließt der Bürgerbus die Lücke, die die ÖPNV-Busse hinterlassen. Er bietet Menschen aus der Lintler Geest, die nicht mobil sind, die Chance, nach Kirchlinteln und von da aus auch nach Verden zu kommen“, so Rodewald. Er machte deutlich, dass ältere oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen häufig Fachärzte besuchen müssten, die es nur in der Kreisstadt gibt. „Der Bürgerbus ist eine Bereicherung. Und die sollte man in Anspruch nehmen.“ · rei

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