Bei Feierstunde wurde in Achim Bibliothekspreis 2009 der VGH-Stiftung überreicht / Viel mehr als nur Bücherei

„Sehr, sehr stolz auf diese Stadtbibliothek“

Dirk Wurzer (links) und Dr. Sabine Schormann von der VGH-Stiftung, Günter Bassen von der Büchereizentrale Niedersachsen (Mitte) und Bürgermeister Uwe Kellner freuten sich zusammen mit Stadtbibliotheksleiterin Heike Pflugner (Zweite von links) über die Auszeichnung.

Achim - (as) · „Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.“ Dieses Zitat des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges griff Günter Bassen, Geschäftsführer der Büchereizentrale Niedersachsen, in seiner Laudatio immer wieder auf.

Die Lobrede hielt er am Mittwochnachmittag bei der offiziellen Verleihung des Bibliothekspreises 2009 der VGH-Stiftung an die Stadtbibliothek Achim. Er erklärte den geladenen Gästen im Ratssaal auch, dass Lesen beispielsweise weiterhelfe, wenn ein Referat oder eine Klassenarbeit anstünden. Dann könne die Bibliothek wegen der vielen Informationen in den Büchern wirklich zum Paradies werden.

Doch es verändere sich auch viel. Seit einigen Jahren gebe es in den Bibliotheken Internet, und viele böten inzwischen E-Books an. Allerdings würden Medien allein künftig nicht mehr ausreichen. In Dänemark etwa fungierten Büchereien nicht nur als Wissenszentren, sondern auch als Treffpunkte, wo neue Kontakte geknüpft oder Probleme gelöst werden können.

Die Achimer Bibliothek sei auf dem richtigen Weg, um ein Paradies für ihre Leser/innen zu werden. Das belegten nicht nur beeindruckende Zahlen – immerhin werde jedes Medium im Jahr durchschnittlich neunmal ausgeliehen – sondern auch das reichhaltige Kulturangebot trage dazu bei.

Die Stadtbibliothek sei zum Beispiel ein Ort, an dem heimische Maler ausstellen. Außerdem lädt das Team um Leiterin Heike Pflugner zu Lesenächten und in diesem Sommer bereits zum vierten Mal zum Julius-Club ein. Des Weiteren präsentieren bekannte und weniger prominente Persönlichkeiten regelmäßig ihre Werke.

Auch Bürgermeister Uwe Kellner hatte im vorherigen Herbst Interessierten aus seinem Lieblingsbuch vorgelesen. Außerdem wusste er, dass 12,8 Prozent der Achimer einen Benutzerausweis der Stadtbibliothek besitzen.

Die Auszeichnung sei für ihn daher auch ein Lob für die Arbeit, die Kollegen vollbracht hätten. „Wir sind in Achim sehr, sehr stolz auf unsere Bibliothek“, betonte das Stadtoberhaupt und versprach Heike Pflugner auch, sich um den Neubau zu kümmern, der dringend benötigt werde, da das Fachwerkhaus aus allen Nähten platze.

Dr. Sabine Schormann, Geschäftsführerin der VGH-Stiftung, dankte in ihrem Grußwort dem Landesverband Niedersachsen und Bremen im Deutschen Bibliotheksverband. Zusammen mit diesen Partnern rief die VGH 2001 den Bibliothekspreis ins Leben. Die Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen.

Dirk Wurzer, Vorstandsmitglied der Öffentlichen Versicherungen Bremen, überreichte die Urkunde an Heike Pflugner. Diese bedankte sich bei ihrem Team, dem Förderverein und den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern, ohne die alles gar nicht machbar sei.

Für musikalische Umrahmung bei der Preisverleihung sorgte das Trio „Ensemble animé“. Während Fenja Fieweger, Maria Mnich und Michael Berger das Publikum mit ruhigen Tönen verzauberten, liefen im Hintergrund per PowerPoint-Präsentation Bilder über eine Leinwand. Sie zeigten Ausschnitte von den zahlreichen Veranstaltungen, die in der Bibliothek liefen.

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