Sternsinger noch bis 6. Januar unterwegs / Sammlung für Kinder in Not

Ein Segen für jedes Haus

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Auch die Kleinsten im Kindergarten St. Josef freuen sich über den Besuch der Sternsinger. ·

Verden - Gespannt schauen die Krippenkinder der Kita St. Josef zur Tür und warten auf die Heiligen Drei Könige, die Leiterin Anneliese Tobeck ihnen angekündigt hat. Dann ist es endlich soweit. Mit großen Augen verfolgen die Kleinen, wie die prächtig gekleideten Könige Caspar, Melchior und Balthasar, begleitet von ihrem Sternträger, durch die Tür treten.

Getreu dem diesjährigen Motto „Segen bringen, Segen sein“ singen sie ihr Dreikönigslied, beten und bringen Gottes Segen ins Haus. Dann befestigt Eberhard Walther, der die jungen Sternsinger als Erwachsener auf ihrer Tour begleitet, den Segensspruch „Christus segne dieses Haus“ über der Eingangstür.

Doch schon müssen die vier Heiligen sich von den Jüngsten verabschieden, schließlich freuen sich auch die drei- bis sechsjährigen „Großen“ im Nachbarhaus auf den Besuch der Könige.

Nachdem auch hier der Segen über der Tür angebracht ist und die Kinder den Sternsingern mit dem Lied „Alle Jahre wieder“ gedankt haben, serviert Anneliese Tobeck den Sternsingern zur Stärkung Kekse und Apfelsaft. Das können die Weisen aus dem Morgenland gut gebrauchen, denn noch einige Besuche müssen an diesem 3. Januar, dem ersten Tag des Sternsingens, absolviert werden. Rathäuser und Altenheime in Verden, Langwedel und Kirchlinteln stehen auf dem Programm.

Doch Ida Reiners (Melchior), Franziska Gerstmayr (Cas par), Mirjam Leim (Balthasar) und Gesa von Ahsen (Sternträger) sind mit großer Begeisterung bei der Sache und opfern gern einen Ferientag für die gute Sache. Intensiv haben sie sich auf ihren Auftritt vorbereitet. „Sie haben sechs Wochen lang jeden Freitag geübt“, erzählt Eberhard Walther. „Es macht uns Spaß, anderen Kindern zu helfen“, sagen die vier übereinstimmend.

Mit den Spenden, die sie bei ihren Besuchen bekommen, werden mehr als 2000 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Wie das konkret aussehen kann, sahen die Sternsinger bei einem ihrer Vorbereitungstreffen in einem Film. Er schildert das Schicksal eines Mädchens in Tansania. „Das Mädchen im Film wurde angefahren und musste in ein Krankenhaus gebracht werden, das sehr weit entfernt war“, erzählt „Melchior“ Ida Reiners beeindruckt.

25 Kinder, hauptsächlich aus der Propsteigemeinde St. Josef, sind noch bis zum 6. Januar im Raum Verden als Sternsinger unterwegs. Ihren Segen bringen sie auch in Privathaushalte, die zuvor darum gebeten haben. Um von den Heiligen Drei Königen besucht zu werden, muss man aber nicht katholisch sein. „Es geht darum, Kindern zu helfen, das ist ein ökumenisches Projekt“, sagt Eberhard Walther. · ahk

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