Wasserski-Projekt: Stellvertretender Bürgermeister Oetjen kritisiert Vorgehen

„See erstmal Kreissache“

Oyten - (la) · Der größte Teil des Oyter Sees mit Ausnahme des Knaus-Campingparks und dem dazugehörigen Uferstreifen gehöre nach wie vor dem Landkreis Verden. Dieser und nicht etwa die Gemeinde Oyten sei daher erster Ansprechpartner für die Firma „Blue Bay“ aus dem Emsland, die am See einen „Wasserski- und Wakeboardpark“ plant.

Darauf wies jetzt der stellvertretende Oytener Bürgermeister Heiko Oetjen als Reaktion auf Berichte im Kreisblatt hin, in denen von einer nötigen Entscheidung der Oytener Politiker in dieser Sache die Rede war.

Bisher habe „Blue Bay“ bei der Umweltbehörde des Kreises Verden nur angefragt, ob es umweltrechtliche Bedenken gebe, so Oetjen. Dies habe der Landkreis verneint. Weitergehende Anfragen oder gar einen Antrag des Investors gebe es bisher nicht. Wenn nun vor allem Oytener Politiker oder die dortige Vereinigung der Selbständigen wegen der Wasserskianlage kontaktiert würden, sei das „eine falsche Vorgehensweise“.

Völlig unrealistisch seien auch Forderungen aus früheren Gesprächen, dass die Gemeinde erst eine bessere Verbindungsstraße zum See schaffen solle. Das würde etwa eine Million Euro kosten.

Die Pläne zum Projekt lägen inzwischen beim Landkreis, und von dort sei demnächst eine Stellungnahme zu erwarten, teilte gestern auf Nachfrage des Achimer Kreisblatt Sportmanager Jan Brünjes von „Blue Bay“ mit. Auch Gespräche über das Vorhaben seien mit Verden geführt worden. Er wolle sich jetzt aber nicht weiter zu dem Vorhaben äußern, ehe nicht die offizielle Antwort vorliege.

Die Idee zur Wasserskianlage am Oyter See stamme schon aus dem Jahr 2008. Etliche Gewässer in Bremen und Umgebung habe „Blue Ray“ näher in Augenschein genommen. Es gebe noch ein bis zwei andere, die für ein solches Wassersportprojekt in Frage kämen, doch der Oyter See passe wirklich hundertprozentig – „wie die Faust aufs Auge“, betonte der „Blue Bay“-Manager.

Auch der neuntägige „Probelauf“ dort mit einer mobilen Wasserski- und Wakeboardanlage sei ein riesiger Erfolg gewesen – mit enormem Besucheransturm. An den Vorschlag mit der neu zu bauenden Gemeindestraße erinnert sich Brünjes zwar aus früheren Gesprächen. Das sei aber nur eine von mehreren Überlegungen gewesen, die seines Wissens nach nicht von „Blue Bay“ kam. Natürlich sei so etwas nicht zu verwirklichen, stimmt er zu.

Bei dem geplanten Wasserski-Projekt wird die Freizeitfirma aus dem Emsland mit dem Oytener Fitness-Studio „Kings And Queens“ kooperieren. „Wir würden dann zum Beispiel Kurse auf der neuen Anlage am See vermitteln“, erläuterte Dominique Paetz von „Kings And Queens“.

Er war ebenfalls von der guten Betreuung, dem guten Besuch und der fachkundigen „Rundumversorgung“ beim neuntägigen Probelauf von „Blue Bay“ hellauf begeistert.

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