Amtshofallee zurückgestutzt / Baumkletterer in über 30 Metern Höhe

Schwindelfrei muss man schon sein

Ottersberg - (kr) Ohne Netz und doppelten Boden arbeiteten die Baumsanierer der Bremer Firma Hanseatic/Treework in den Wipfeln der alten Lindenallee am Ottersberger Amtshof.

An festen Kunststoffseilen gegurtet, bewegten sich die Baumkletterer noch über dem Niveau des Steigers, der seinen Korb auf 26 Meter ausgefahren hatte, in rund 30 bis 32 Meter Höhe. Sie schnitten die Äste der Kronen kürzer, entfernten übereinanderliegendes Astwerk sowie Totholz, das besonders in Monaten der Stürme für Gefahr gesorgt hatte.

Auch der Blick durch die Amtsallee auf die ehemalige Burg wurde freigeschnitten. Bei genauem Hinsehen war die akrobatische Leistung der Kletterer erkennbar, die oft freischwebend in der Luft hingen, nur durch Seile gesichert und mit keinerlei „Bodenhaftung“. Ast um Ast fiel nach unten, Totholz um Totholz machte sich auf den Weg abwärts, bis die komplette Allee mit Buschwerk bedeckt war.

„Es ist kaum zu glauben, aber die Kletterer arbeiten mit Händen und Füßen gleichzeitig“, staunte Heinz Menken, der auf dem Gelände der Waldorf-Schule für Wege und Großbegrünung zuständig ist.

Aus sicherer Entfernung beobachtete er die Maßnahmen an der alte Lindenallee, wo vor Jahren nicht fachgerecht beschnitten worden war und sich unkontrolliertes, unerwünschtes Astwerk gebildet hatte.

Schwindelfreiheit ist für den Kletterer-Job unerlässlich. Doch auch Bodenpersonal wirkt mit. Ingolf Pienschke aus Bierden, Angestellter der Hanseatic/Treework, gehört dazu. Damit seine Kollegen auf Bäumen und Steiger ungestört arbeiten können, sorgt er unten für die nötige Sicherheit. Niemand darf die abgesperrten Bereiche betreten. In unregelmäßigen Abständen stürzen nämlich starke Äste herab, die einen Menschen erschlagen könnten. Auch zunächst hängen gebliebene Äste lösen sich und bilden ein Gefahrenpotential.

Zum Ende der Ausholzaktion wurden, nachdem zwei Bäume wegen mangelnder Standfetigkeit ganz entfernt worden waren um verschiedene Bäume Gurte im Stamm – und Kronenbereich gelegt, um ihre Sicherheit zu verstärken.

Die Kosten für die insgesamt rund 15 000 Euro teure Baumpflegeaktion trägt die Waldorf-Schule als Eigentümerin des Geländes, während der Bauhof der Gemeinde den Grünabfall entsorgt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Raumtrenner sind mehr als nur Raumtrenner

Raumtrenner sind mehr als nur Raumtrenner

So klappt es mit der neuen Fremdsprache

So klappt es mit der neuen Fremdsprache

Hefezopf und Rüblikuchen: So wird Ostern richtig fluffig

Hefezopf und Rüblikuchen: So wird Ostern richtig fluffig

Wie werde ich Kauffrau/Kaufmann für Verkehrsservice

Wie werde ich Kauffrau/Kaufmann für Verkehrsservice

Meistgelesene Artikel

Helden des Alltags: Als Bäcker täglich für Kunden im Einsatz

Helden des Alltags: Als Bäcker täglich für Kunden im Einsatz

AWK wieder komplett in der Hand des Landkreises

AWK wieder komplett in der Hand des Landkreises

Gutscheine statt Internetkauf: Wie können Geschäftsinhaber Corona-Krise überleben?

Gutscheine statt Internetkauf: Wie können Geschäftsinhaber Corona-Krise überleben?

Corona-Krise: Heilpraktikerin Peggy Kropp bietet kostenloses Sorgentelefon an

Corona-Krise: Heilpraktikerin Peggy Kropp bietet kostenloses Sorgentelefon an

Kommentare