„Inklusive Schule“ ist in Achim auf gutem Weg / Spezielle Ausstattung nötig

Teilhabe statt Tumulte

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Das Förderzentrum beherbergt noch weitere Einrichtungen.

Achim - Die mit Beginn dieses Schuljahres in Niedersachsen geltende Inklusion habe vielerorts zu „Tumulten“ geführt, wusste Anke Kastenschmidt. In Achim allerdings nicht, „denn hier haben sich die Schulen frühzeitig auf den Weg gemacht und sind konzeptionell gut aufgestellt“, lobte die Leiterin der Erich-Kästner-Schule.

In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses des Stadtrats gab Kastenschmidt einen „Sachstandsbericht zur Einführung der inklusiven Schule“ in Achim. Nach dem vom Landtag beschlossenen Gesetz betrifft das im Schuljahr 2013/14 zunächst nur die ersten und fünften Klassen, bevor in den kommenden Schuljahren nach und nach die nächsthöheren Jahrgänge einbezogen werden. Im August 2018 „müssen dann alle Schulen endgültig inklusiv eingerichtet sein“.

Ziel ist, allen Schülerinnen und Schülern, auch denen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die „Teilhabe an Bildung“ zu gewährleisten. Nötig dafür sind laut einer Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung „barrierefreier und gleichberechtigter Zugang zum Lernort Schule, Benutzbarkeit aller schulischen Einrichtungen, Einbezogensein in das Sozialleben“.

Die Erich-Kästner-Schule, sonderpädagogisches Förderzentrum für den Nordkreis, leistet auf diesem Feld bereits seit langem in Zusammenarbeit mit den Schulen in Trägerschaft der Stadt Achim und darüber hinaus vorbildliche Arbeit. So sei bereits vor etwa zehn Jahren das Regionale Integrationskonzept im Grundschulbereich eingeführt worden, erinnerte Kastenschmidt.

Dadurch können Kinder, die beim Lernen, bei der sprachlichen Entwicklung und hinsichtlich ihres Verhaltens auffällig sind, trotzdem eine Grundschule besuchen. Denn Förderschullehrkräfte aus der Erich-Kästner-Schule greifen ihnen stundenweise stark unter die Arme. Zurzeit werden nach Angaben von Kastenschmidt aber auch an der Haupt- und der Realschule Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf unterrichtet.

Was an allen diesen Schulen besondere Ausstattung erfordert, zum Beispiel spezielle Schülertische, Liegen, Wickeltische, Akustikdecken oder Teppichböden. Aber auch räumliche Barrieren, etwa in Sanitärbereichen, gilt es zu entfernen. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten wird in der Regel die Stadt aufbringen müssen.

„Leider verteilt das Land für die Inklusion Geld nicht so mit offenen Händen wie es wünschenswert wäre“, merkte Anke Kastenschmidt an. · mm

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