Schneverdinger in Lehrwerkstätten der DAA / Vertiefte Berufsorientierung

Schüler auf Schnupperkurs

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Ausbildungsleiter Hartmut Allmendinger gibt Julian und Hendrik (v. l.) Tipps für den Bau eines Insektenhotels. ·

Verden - 80 Schülerinnen und Schüler des Realschulzweigs der Kooperativen Gesamtschule Schneverdingen sammeln zurzeit in den Lehrwerkstätten der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) in der Max-Planck-Straße in Verden erste praktische Erfahrungen für den späteren Beruf. Sie nehmen am Projekt Quest des Weiterbildungsunternehmens in Uelzen teil.

Quest steht für „qualifizieren, Eignung klären, Stärken fördern“. Das Projekt richtet sich an Haupt- und Realschüler der Landkreise Uelzen, Lüchow-Dannenberg und des Altkreises Soltau. Diese vertiefte Berufsorientierung soll den Jugendlichen einen möglichst reibungslosen Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung ermöglichen und dem Fachkräftemangel in der Region vorbeugen.

„Wir sind nach Verden gekommen, weil die Schüler hier, in den Werkstätten der DAA, viele verschiedene Gewerke kennen lernen können. Wir wollen uns möglichst breit gefächert aufstellen“, erklärt Anke Cajetan von der DAA Uelzen. Sie hat das Projekt mitkonzipiert und Kontakt mit den Schulen aufgenommen. Christoph Erzinger von der DAA Verden obliegt die Betreuung vor Ort.

Zwei Wochen sind für das Praxismodul angesetzt. Die Schüler können sich aus acht verschiedenen Berufen zwei aussuchen, in die sie hineinschnuppern möchten. In der Max Planck-Straße geht es um die Felder Metallbau, Arbeiten mit Holz, Maler und Lackierer, Garten- und Landschaftsbau sowie Floristik. In den Räumen der DAA in der Bernhard-Warnecke-Straße können die Jugendliche Kenntnisse im Friseurhandwerk, im kaufmännischen Bereich oder in der Hauswirtschaft erwerben.

„Alle Schüler arbeiten an einem Projekt, das sie dann mit nach Hause nehmen können“, so Cajetan. Auch Nele, Jan und Julian sind fleißig. Sie haben sich in dieser Woche für den Metallbau entschieden. Die drei sind dabei, eine Stellschmiege, ein Werkzeug zum Übertragen von Winkeln, herzustellen. Nele findet das Arbeiten mit Metall zwar „ganz cool“, ob sie später in diesem Bereich arbeiten möchte, weiß sie aber noch nicht. Auch die beiden Jungen wollen sich lieber noch nicht festlegen.

Niklas und Hendrik bauen im Bereich Garten- und Landschaftsbau ein Insektenhotel. Ausbildungsleiter Hartmut Allmendinger steht beratend zur Seite. Er findet die Praxistage gut. „Es ist für die Schüler ein Abenteuer, sie sind einmal in anderer Umgebung und können sich in verschiedenen Bereichen testen“, meint er. Henrik hat vielleicht schon das Richtige für sich gefunden. „Ich könnte mir vorstellen, später in diesem Bereich zu arbeiten“, meint er.

Die Erprobung in der Praxis ist nur eins von sechs Quest-Modulen, die von den Schulen individuell gebucht werden können. Angeboten werden unter anderem auch eine Eignungsanalyse oder ein Bewerbungstraining mit Einzelcoaching. Quest wird von einer Steuerungsgruppe bestehend aus Vertretern der Wirtschaft, der IHK, der Handwerks kammer, der Niedersächsischen Landesschulbehörde und der Agentur für Arbeit begleitet. Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Sozialfonds. · ahk

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