Versteigerung ungeliebter Weihnachtsgeschenke: Wenig genutztes Vergnügen

Schach und Badelatschen

Ben Jayman konnte zumindest Christa Feld von ihrem Geschenk erlösen. ·
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Ben Jayman konnte zumindest Christa Feld von ihrem Geschenk erlösen. ·

Verden - Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten....“ Und schon hatte Christa Feld ein kleines gläsernes Schachspiel mitsamt einer schützenden Plastiktüte ersteigert. Ein Schnäppchen, denn den Zuschlag bekam die Verdenerin bereits bei einem Gebot von drei Euro erteilt. Aber es war auch nicht das einzige kuriose Geschenk, das Auktionator Ben Jayman erfolgreich an die Frau oder an den Mann gebracht hat. Dennoch war die aktive Beteiligung der Verdener mit gerade mal einer Handvoll mitgebrachter Geschenke eher bescheiden.

Es war die Bescherung nach der Bescherung: Denn manche Geschenke liegen bei ihren neuen Besitzern an Heiligabend nicht nur unterm Tannenbaum. Manches liegt den liebevoll Beschenkten auch später noch im Magen. Denn leider ist es ja bisweilen so, dass nicht nur lange Gewünschtes unter dem Tannenbaum liegt, sondern auch Dinge, die eher Entsetzen als Freude auslösen.

Aber da der Mensch in der Regel eher höflich als ehrlich ist, wird sich der Beschenkte natürlich trotzdem artig bedanken und das ungeliebte Präsent so verstauen, dass es ihm tunlichst nicht mehr unter die Augen kommt. Eine weitaus elegantere und vor allem effizientere Lösungen sich der ungeliebten Gaben zu entledigen, bot daher die vom Verein Veranstaltungen für Verden organisierte Versteigerung ungeliebter Weihnachtsgeschenke auf dem Verdener Weihnachtsmarkt.

Der geringen Resonanz zum Trotz: eine originelle Aktion war es allemal, zumal sie für alle Beteiligten von Nutzen war: Denn selbs, wer nichts mit nach Hause genommen hat, hatte bei der Versteigerung sicher sein Vergnügen.

Zauberkünstler Ben Jayman gab nämlich auch als Auktionator eine gute Figur ab und brachte die ungeliebten Präsente ebenso kurzweilig wie witzig unters Volk. Der Wert der versteigerten Gaben lag zwischen einem und fünf Euro, so dass die Präsente, die irgendwo zwischen den aus dem letzten Mallorcaurlaub mitgebrachten Badelatschen und dem erwähnten gläsernen Schachbrett oder einem Lederarmband für den Hundefan rangierten, allesamt echte Schnäppchen waren.

Auch die drei spontan von einem der Gastronomen gespendeten kleinen Fläschchen Prosecco, eines der Lieblingsgeschenke von Jayman, fanden ihre Liebhaber. Das Geld war den Beglückten ohnehin gleichgültig. Sie wollten das Zeugs nur schnell wieder loswerden. Egal, für wie wenig Geld, Hauptsache weg damit. Übrigens: Bis auf die mallorcinischen Badeschlappen konnte Jayman sämtliche Präsente an neue Besitzer bringen. Und die Latschen? „Die bekommen im nächsten Jahr ihre zweite Chance“, entschied Besitzerin Elisabeth Pankoke. · nie

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