Udo Rockmann nach 18 Jahren aus dem Kuratorium der Stiftung Waldheim mit viel Lob verabschiedet

Sachlicher Streiter im Hintergrund

Sebastian Böstel (rechts), Vorstand des Wohlfahrtsverbands Paritätischer in Niedersachsen, zeichnete Udo Rockmann mit dem Ehrenzeichen und der Ehrenurkunde des Verbands aus.

Achim - (mm) · Mit seinem Fachwissen und dem Eintreten für humanistische Ideale sei Udo Rockmann die ideale Besetzung für den freien Platz im Kuratorium der Stiftung Waldheim, hätten die Kuratoren Bodo Huxoll und Fritz Endrussat 1991 gewusst. Und das, lobte Söncke Sönnichsen, 1. Vorsitzender des Kuratoriums, gestern bei der Verabschiedung Rockmanns aus dem Gremium habe sich bewahrheitet.

Der Achimer, Mitbegründer des örtlichen Rotary-Clubs und viele Jahre stellvertretender Leiter des Cato Bontjes van Beek-Gymnasiums, sei insbesondere an der Weiterentwicklung der Helene-Grulke-Schule in Cluvenhagen, dem Sitz der Stiftung, beteiligt gewesen, erinnerte Vorstandssprecher Dieter Haase bei der feierlichen Veranstaltung, die passenderweise bei Kaffee, Kuchen, Schnittchen und Musik der Waldheim-Band im Café im Clüverhaus stattfand. Denn das wird bekanntlich von den Waldheim-Werkstätten betrieben und daran sei Rockmann auch nicht ganz „unschuldig“.

Groß von Statur, habe sich der Pädagoge jedoch nie in den Vordergrund gestellt. „Durch seine ruhige, sachliche, aber engagierte Art habe er manchem Kompromiss den Weg geebnet“, berichtete Haase.

Auch Söncke Sönnichsen hob in seiner Laudatio die „Bescheidenheit“ Rockmanns hervor. Er habe keinen Tam-Tam um seine Person gemacht.

Als vor einigen Jahren durch eine Änderung im Bundessozialgesetzbuch die Finanzierung der Helene-Grulke-Schule auf der Kippe stand und die Förderschule für Lernbehinderte in eine „existenzbedrohliche Phase“ geraten war, habe Udo Rockmann „erheblichen Einsatz“ gezeigt. So sei es gelungen, die Einrichtung auch für die Zukunft auf sichere Füße zu stellen.

Sebastian Böstel, Vorstand des Wohlfahrtsverbands Paritätischer in Niedersachsen, war aus Hannover zu der Abschiedsfeier gekommen. Auch er würdigte Rockmanns ehrenamtliches Wirken über 18 Jahre und zeichnete ihn mit der Ehrenurkunde und dem Ehrenzeichen des Verbands aus.

Er sei stolz und dankbar, dass er die Entwicklung der Stiftung so lange habe begleiten dürfen, sagte das ausgeschiedene Kuratoriumsmitglied. „Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Behindertenbetreuung und -förderung im Landkreis Verden mitzugestalten“, sagte Udo Rockmann im Beisein seiner Ehefrau Gisela.

Im Gremium habe er aber auch verlässliche, glaubwürdige und loyale Mitstreiter gehabt und mit Dr. Manfred Gangkofer als ehemaligem Leiter der Helene-Grulke-Schule jemanden, der Überdurchschnittliches geleistet habe. „Dank der hohen Qualität der Mitarbeiter und der hervorragenden räumlichen Ausstattung“, stellte der Geehrte fest, „ist mir um die Zukunft der Stiftung Waldheim nicht bange.“

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