Kinder-Mitmach-Zirkus in Kirchlinteln und Oyten / Zwei Vorstellungen in den Sommerferien schon ausgebucht

Rundum-Versorgung in den Ferien

Oliver Gewecke und Claudia Erdmann präsentierten gestern Plakat und Flyer für den Kinder-Mitmach-Zirkus.

Verden - (reg) · In Kürze stehen wieder die langen Sommerferien an, was häufig einige Probleme und Fragen für erwerbstätige Eltern aufwirft. Wohin mit den Kindern, wenn sie arbeiten müssen? Nur ungern lassen Erziehungsberechtigte ihre Zöglinge allein Zuhause. Ein Gemeinschaftsprojekt zahlreicher überregionaler, gemeinnütziger Organisationen weiß da Abhilfe. Es bietet Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren die Möglichkeit, einmal richtige Zirkusluft zu schnuppern.

Die Idee zum „Kinder-Mitmach-Zirkus“ entstand bereits vor drei Jahren. Ausschlaggebend war damals die Situation der Eltern. Sechs Wochen seien eine lange Zeit, die viele Eltern nicht zu überbrücken wissen, so Versicherungsfachwirtin Claudia Erdmann. Nicht jede Familie habe die Chance, ihre Kinder die ganze Zeit zu beschäftigen. Aus diesem Grund organisierte Erdmann damals zusammen mit Saskia Althausen vom Tagesmütterverein und der Gleichstellungsbeauftragten Marlies Meyer den ersten Mitmach-Zirkus.

In diesem Jahr gastiert der Zirkus „Eldorado“ jeweils zwei Wochen in Kirchlinteln und in Oyten. Von montags bis freitags entwickeln die Kinder ihre eigene Show, die sie schließlich am Sonnabend ihren Verwandten und Freunden vorführen werden. Die Kinder können sich zwischen verschiedenen Disziplinen wie beispielsweise Jonglieren, Clownerie oder Trapezkunst entscheiden. Die Teilnehmerzahl beschränkt sich pro Woche auf 120 Kinder. Die erste Woche in Oyten sowie die zweite in Kirchlinteln sind bereits voll belegt, für die anderen Wochen sind noch Plätze frei (5. bis 9. Juli Oyten und 19. bis 23. Juli Kirchlinteln). Anmeldungen sind bis Freitag, 4. Juni, möglich.

Besonders an diesem Projekt sei die Inklusion behinderter Kinder, so Offene-Hilfen-Bereichsleiter Oliver Gewecke. Sein Team sorge dafür, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsame Aktivitäten unternehmen können. Ausgebildete Fachkräfte stehen ihnen helfend zur Seite. Eltern brauchten sich deshalb keine Sorgen um ihre Schützlinge machen. Tagesmütter seien ebenfalls vor Ort und kümmerten sich um die Teilnehmer. Angeboten werde quasi eine Rundum-Betreuung.

Zu diesem „Versorgungspaket“ gehört nicht nur die Vormittagsbetreuung, sondern auch ein Mittagessen sowie ein Freizeitprogramm in den Nachmittagsstunden. Wer Interesse hat, findet die Anmeldescheine auf den Homepages des Tagesmüttervereins Verden, des Landkreises Verden, des Geest-Assekuranz-Services und der Gemeinde Kirchlinteln. Die Kosten halten sich gemessen am Programm in Grenzen. „Woanders bezahlt man viel mehr“, so Erdmann und Gewecke. Ermäßigung gibt es für Geschwisterkinder mit ALG-II-Bezug und Beschäftigte des Überbetrieblichen Verbundes Verden.

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