Schulausschuss empfiehlt einstimmig Investitionen für die Ganztagsschulen

Richtige Prioritäten gesetzt

Verden - VERDEN · Der Aus- und Umbau der Verdener Schulen zu Ganztagsschulen kommt voran. Weitere 1,45 Millionen Euro sollen dafür investiert werden. Im Schulausschuss fiel die Empfehlung zur Freigabe der Mittel  einstimmig aus.

Der Weg zum friedlichen Einvernehmen war vorab geprägt von ausführlichen Diskussionen. Sogar eine Bereisung der einzelnen Schulen hatten die Ausschussmitglieder auf sich genommen, um die nach oben begrenzten Haushaltsmittel möglichst gerecht zu verteilen.

Der dickste Brocken entfällt mit 520 000 Euro auf den An- und Umbau der Mensa der Nicolaischule. Werden die Mittel freigegeben, kann der Grundstein für die Mensa im Herbst gelegt werden, im Sommer 2014 können die Kinder dann erstmalig am gedeckten Tisch Platz nehmen.

Zeitnah soll mit den Bauarbeiten an der Grundschule am Lönsweg begonnen werden. Um den Schulbetrieb nicht zu stören, ist geplant, die Handwerker in den Oster- und Sommerferien anrücken zu lassen. Die Umbauten schlagen mit 447 000 Euro zu Buche.

Auf vollen Touren läuft der Umbau in der Klaus-Störtebeker-Schule. Bislang sind in die drei ersten Bauabschnitte schon 2,5 Millionen Euro geflossen. Weitere 443 000 Euro sind für 2013 und 2014 verplant. Mit dem Geld müssen aufgelaufene Mehrkosten von 200 000 Euro gedeckt werden. 226 000 Euro werden die Beseitigung der Baustraßen, die dringend notwendige Erneuerung der Kanalisation sowie die Gestaltung der Außenanlagen kosten. Aufgeschoben wurden aus Kostengründen die Erweiterung der Verwaltung (443 000 Euro) und der Ausbau des Lehrertraktes (1,35 Millionen Euro). Der Schulausschuss stimmte mit der Verwaltung überein, vor neuerlichen Investitionen auch die Entwicklung der Schulstruktur in der Sekundarstufe intensiv zu diskutieren. Dazu gehörten Themen wie Schülerzahlen, Integrierte Gesamt- und Oberschule sowie der Bereich der Inklusion. Um dennoch den derzeit bestehenden Engpass an Lehrerarbeitsplätzen in der Klaus-Störtebeker-Schule zu entschärfen, schlägt die Verwaltung vor, einen Klassenraum provisorisch als Besprechungsraum auszustatten. Kosten: 17 000 Euro. Ob das „Provisorium im Provisorium“ allerdings notwendig sei, stellte Wolfgang Schmidtke, Leiter der Klaus-Störtebeker-Schule, zumindest in Frage.

Geplant und gebaut werden soll auch an der Grundschule Sachsenhain. Ein Signal für den Beginn sind insgesamt Ausgaben von 40 000 Euro, davon 15 000 Euro für Planungskosten und 25 000 Euro für die Einrichtung einer Mobilklasse für den Ganztag.

In den Fraktionen kamen die Vorschläge der Verwaltung durchweg gut an. „Die Bereisung hat sich gelohnt, das Geld ist gut verteilt, auch wenn wir nicht allen gerecht werden konnten“, waren sich Anja König (CDU) und Knut Heinisch (SPD) einig. Ulla Schobert (Bündnis 90 / Die Grünen) sprach von einem „großen und erfolgreichen Schritt“, bei dem der Schulausschuss „die richtigen Prioritäten gesetzt hat.“ · mw

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