Waltraud Hogrefe verlässt die Nils-Holgersson-Schule / Langes Berufsleben mit Lehrerstationen in Morsum und Blender

Rektorin geht in den Ruhestand

Auch von den Viertklässlern erhielt Waltraud Hogrefe zum Abschied Blumen und ein Geschenk.

Thedinghausen - (mm) · Nicht nur die vierten Klassen wurden in dieser Woche an der Nils-Holgersson-Schule feierlich verabschiedet. Auch Waltraud Hogrefe, Leiterin und Mitbegründerin der Grundschule in Thedinghausen, bekam alle guten Wünsche mit auf den Weg. Nach mehr als 40 Jahren im Schuldienst geht die 62-Jährige in den vorzeitigen Ruhestand.

Am 1. August beginne die Freistellungsphase der Altersteilzeit, berichtete Hogrefe am Rande der Feierlichkeiten. Vom Start der Nils-Holgersson-Schule 2001 an leitet sie diese, auch in der Planungsgruppe für die neue Schule hatte sie maßgeblich mitgearbeitet. Nun blickt Waltraud Hogrefe auf eine lange Laufbahn mit verschiedenen Stationen zurück.

Schon früh verschlug es die in der Nachkriegszeit in Leer geborene und aufgewachsene Ostfriesin, die nach dem Abitur an der Pädagogischen Hochschule Lüneburg Mathematik, Kunst und Biologie studierte, in den Raum Thedinghausen. Am 1. Dezember 1969 trat die junge Frau ihr Referendariat an der Schule in Morsum an, wo sie dann auch viele Jahre als Lehrerin tätig war. „Am Anfang zog ich mit meinem Mann nebenan in eine der Lehrerwohnungen“, erzählt Waltraud Hogrefe.

Als das erste Kind unterwegs war, siedelte das junge Paar nach Blender um, wo die Hogrefes noch heute ihr Zuhause haben. Drei Töchter kamen zur Welt und vergrößerten die Familie nach und nach. „Inzwischen haben wir auch vier Enkel, zwei davon gehen in die Nils-Holgersson-Schule.“

Ab 1995 hatte Waltraud Hogrefe nicht nur ihren Wohnsitz in Blender, sondern auch ihren Arbeitsplatz. Für einige Jahre übernahm sie die Konrektorenstelle an der dortigen Grundschule. Die gewonnene Führungserfahrung brachte die Pädagogin schließlich in die in Thedinghausen neu gegründete Lehr- und Lernstätte mit dem Namen der Titelfigur aus einem bekannten Roman der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf ein.

Das Schaffen des „Wir-Gefühls“, das die Gänsefamilie in dem Buch und im Film bei ihren wundersamen Reisen mit dem kleinen Nils Holgersson immer wieder beflügelt und Gefahren bestehen lässt, war auch ein Anliegen der Schulleiterin. „Kollegiale Arbeit“ sei ihr wichtig gewesen, betont sie.

Den Kindern gutes Sozialverhalten anzutrainieren, habe ebenfalls zu ihrem „Leitbild“ gehört. Auch dazu dienten die an der Schule angebotenen Arbeitsgemeinschaften, wie zum Beispiel die Schach-AG. Zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde sei eine Hausaufgabenbetreuung auf die Beine gestellt worden, und nachmittags wüssten Eltern und Alleinerziehende ihren Nachwuchs beim Schulräume nutzenden Verein „Kinderarche“ in guten Händen.

Bei allem sei sie von einem aus mehr als 20 Lehrerinnen und pädagogischen Mitarbeiterinnen bestehenden „tollen Team“ unterstützt worden, freut sich die scheidende Rektorin, deren Aufgabe Sandra Rohde, Lehrerin an der Ilse-Lichtenstein-Rother-Schule in Riede, übernehmen wird. Langweilig werde es ihr auch in Zukunft nicht werden, ist sich die Langgediente sicher.

„Ich habe einen großen Garten, Mann, Kinder, Enkel.“ Ausgedehnte Radtouren, Reisen „und vielleicht auch eine künstlerische Beschäftigung“ könnten den Ruhestand von Waltraud Hogrefe ausfüllen.

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