Hoher Preisdurchschnitt auf Auktion

Rekord lag schon früh in der Luft

Die Verkäufer Petra und Peter Wetzel, Auktionsreiter Jörn Ahrens und Pflegerin Kathrin Meiners (v. l.) mit dem Spitzenpferd Werner von Welser/Buenos Aires, das für 60 000 Euro den Besitzer wechselte.Fotos (2): Dombek

Verden - (dom) Als die Sommer-Auktion Hannoveraner Reitpferde in der Niedersachsenhalle ihrem Ende zuging, stellte sich doch noch ein Hauch von Sommer ein. Die Sonne hatte die tagsüber andauernden Regenschauer verscheucht und strahlte an einem blauen Himmel. Auch beim Auktionsteam und bei Auktionator Friedrich Wilhelm Isernhagen gab es, drei Tage nach seinem ersten Geburtstag im halben Ruhestand, strahlende Gesichter. Sie hatten eine hervorragende Jubiläumsbilanz der 25. Veranstaltung dieses Auktionstyps vorgelegt.

Verkauft wurden 89 (von 91 angebotenen) Pferde. Mit 14 744 Euro wurde ein neuer höchster Durchschnittspreis, notiert, der das bisher höchste Ergebnis von 12 989 Euro aus dem Jahr 2007 um fast 2 000 Euro übertraf. Zudem nimmt der Tageshöchstpreis von 60 000 Euro in der Rangliste den zweiten Platz ein. Im Jahr 2006 war er genau um 12 000 Euro besser.

Die Auktion begann mit einem Paukenschlag. Gleich die Katalognummer 1 brachte Stimmung in die Halle. Die Gebote um den Fuchswallach Werner von Welser/Buenos Aires überschlugen sich. Der von Sabine Decker in Burgwedel gezogene und von Peter Wetzel, Eppendorf, ausgestellte Vierjährige wurde über Telefon an einen Stammkunden in Schweden verkauft und erzielte gleich den Tageshöchstpreis. Vorbieter war ein professioneller Dressurausbilder aus Niedersachsen.

Bis zur Katalognummer vier ging es Schlag auf Schlag. 37 000 Euro für den Wallach Connex von Contendro I (Züchter und Aussteller Dr. Rainer Westphal, Dessau, nach Schleswig Holstein verkauft), 34 000 Euro für die Stute Florencia von Florencio I (Z.und A. Axel Windeler, Verden-Walle, nach Bayern) und 45 000 Euro für den Wallach Lord Fauntleroy von Londonderry (Z. ZG Hillbrand, Herford, A. Melanie und Rolf-Dieter Wiebe, Leese, nach Österreich). Das ergab einen Umsatz von 176 000 und einen Durchschnitt von 44 000 Euro. Natürlich konnte es so nicht weiter gehen.

„Das war ein starker Auftakt“, freute sich Pressesprecher Dr. Enno Hempel. „Aufgrund des extrem großen Interesses im Vorfeld waren wir auch mit viel Optimismus in die Auktion gegangen.“ Angesprochen auf das gute Ergebnis und die Wirtschaftskrise bemerkte Hempel, dass der Verband davon nicht so hart betroffen sei. Das habe der bisherige Trend gezeigt. „Die Kunden sind bei Ihrer Investition bei uns auf der sicheren Seite.“ Zuchtleiter Dr. Werner Schade ergänzte: „Qualität hat Bestand.“

In das Ausland wurden 42 Pferde (47,19 Prozent) für 661 900 Euro (50,44 Prozent) verkauft. Davon mehrere in Länder, in denen in den vergangenen Monaten Hannoveraner Pferdezuchtvereine gegründet wurden. Nach Dänemark drei, Finnland und Italien je zwei.

Auktionsreiter Thomas Schönig war diesmal zum Zuschauen verurteilt. Beim Turnier in Isernhagen war er schwer gestürzt und hatte sich Verletzungen am rechten Schultergelenk zugezogen. Nach der Operation fällt er länger aus.

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