Boom in den vielen Neubaugebieten

Rekord beim Wohnungsbau in Achim

Achim - Von Manfred Brodt. Beim Wohnungsbau hat Achim in diesem Jahr sensationelle Rekorde erzielt, nachdem in Vorjahren Experten gewusst hatten, der Wohnungsbau sei tot, und landauf, landab von demografisch bedingtem Schwund der Städte und Gemeinden geschrieben und geredet wird.

In den Wohnungsbau sind 2013 in Achim 32 Millionen Euro investiert worden, sechs Millionen Euro mehr als im Vorjahr, zwölf Millionen Euro mehr als 2011, doppelt so viel wie 2010, dreimal so viel wie 2009 und das Vierfache von 2008. 240 Wohnungen entstehen, überwiegend in Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern, gegenüber 119 2011 und weit weniger als 100 in den Jahren vor 2010. Auch in Wohn- und Geschäftshäuser sind wieder zwei Millionen Euro investiert worden, nachdem in den Vorjahren gar nichts dafür ausgegeben wurde.

Die Ursache für den plötzlichen Boom beim Wohnungsbau dürfte wohl in erster Linie bei den extrem niedrigen Hypothekenzinsen zu suchen sein, die den Traum vom Eigenheim erschwinglich werden lassen. Allerdings hat Achim mit zahlreichen neuen Baugebieten auch ein vielfältiges Angebot für die stark gestiegene Nachfrage geschaffen.

So zum Beispiel im Kämpe in Bierden, wo die über sechs Hektar großen Bauflächen bereits überwiegend bebaut sind.

Wie warme Semmeln gehen auch die Grundstücke auf dem Gebiet der ehemaligen Steubenkaserne am Stadtwald weg. Ein neuer Stadtteil ist entstanden. Weil es so gut läuft und weil man mittlerweile Erfahrung darin hat, riesige Öltanks und Ölschäden des früheren Marine-Öllagers zu entsorgen, haben sich die Investoren Huhs und Hundsdörfer in Absprache und mit Unterstützung des Rates und der Verwaltung der Stadt entschlossen, auch im südöstlichen Teil des Geländes auf 15 000 Quadratmetern und 24 Grundstücken Wohnhäuser zu bauen statt hier Gewerbeansiedlung zu versuchen.

Beim künftigen für 2016 geplanten Wohngebiet handelt es sich um den Bereich der ehemaligen Panzerhallen, der weitgehend noch betoniert ist. Unter ihm lagern noch in acht Metern Tiefe Öltanks mit einem Fassungsvermögen von 20 000 Kubikmetern.

An der Rotenburger Straße in Baden wächst ein kleineres Neubaugebiet heran, während es am Parkweg auf dem Gelände des ehemaligen Tennisplatzes von Grün-Weiß Achim noch in den Anfängen steckt.

Die größeren Gebiete am Bakenberg in Uphusen und am Lahof in Baden machen Riesenfortschritte und werden nach Einschätzung von Fachbereichsleiter Martin Balkausky in zwei bis drei Jahren vollendet sein. Am Lahof war der Umschlag von der jahrelangen Flaute zum Boom besonders deutlich zu beobachten.

Die Entwicklungen zeigen: Achim ist eine Stadt mit Zukunft. Allerdings müssen insbesondere für die Familien mit Kindern, die sich neu hier niederlassen, dann auch hohe Summen für Kindergärten, Schulen und andere Infrastruktureinrichtungen ausgegeben werden. In Uesen, Baden, Bierden und Uphusen ist man schon voll dabei.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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