Unternehmen Mars legte vor 50 Jahren Grundstein in Verden / Gute Lage

Reise nach England der Beginn einer Erfolgsstory

Reise in die Vergangenheit: Geschäftsführer Loic Moutault und Werner Häußler.

Verden - Von Volkmar Koy„Einmal habe ich in Hamburg drei Dosen Schappi essen müssen. Meine Augen glänzen noch heute. Nur das Fell ist mir ausgegangen.“ Mit diesem Eingeständnis hatte Werner Häußler gestern die Lacher auf seiner Seite. Der 85-Jährige zählt zu den Männern der ersten Stunde bei Mars. Geschäftsführer Loic Moutault stimmte überdies die Presse auf das Jubiläum in Verden (50 Jahre) in diesem Jahr ein.

Im Mai 1960 wurde in Verden-Eitze der Grundstein für den Bau einer Fabrik zur Herstellung von Heimtierfertignahrung gelegt. Es handelte sich um die erste Fabrik dieser Art in Deutschland und damit um den „Startschuss“ von Mars Petcare zum Aufbau eines völlig neuen Marktsegments. Die Entwicklung ist hinlänglich bekannt: Aus Petfood und damit der Tierfeinkost wurde Effem, aus Effem die Masterfoods und dann schließlich Mars Petcare.

Geschäftsführer Moutault (38), seit knapp zwei Jahren an der Spitze des in Verden ansässigen Unternehmens, möchte durch verschiedene Veranstaltungen (siehe nebenstehenden Beitrag) das Jahr über das Jubiläum „50 Jahre Tiernahrung aus Verden“ erlebbar machen. Der Franzose (Motto: „Wenn man Sprachbarrieren überwindet, ist alles möglich“) erinnerte in seinem Statement an die Anfänge in Verden. Es habe damals rationale und weniger rationale Entscheidungen für den Standort an der Aller gegeben.

Einleuchtende Gründe für Verden seien im Jahre 1959 der Standort nahe Bremerhavens gewesen, weil Katzenfutter vornehmlich aus Fisch bestehe, weil zudem viele Flüchtlinge aus dem Osten als Fachkräfte in der hiesigen Region sich angesiedelt hätten und weil die gute Verkehrsanbindung mit drei Flughäfen in der Nähe eine entscheidende Rolle gespielt habe. Nur der Stadtrat (der wie 26 andere zwecks Ansiedlung eines großen Unternehmens aus der Tiernahrungsbranche angeschrieben worden seien) habe irritiert reagiert. Ratsmitglieder wurden quasi zur Überzeugungsarbeit nach England zum Petfood-Werk gebracht, alle kamen geläutert wieder. Dass Verden überdies britischer Garnisonsstandort war, half auch noch weiter.

Die Tiernahrungswelt hat sich weiter gedreht. Nach schwierigen Jahren, so Geschäftsführer Moutault, habe sich das Geschäft in den vergangenen zwei Jahren stabilisiert. Wobei nach seiner Aussage speziell Katzennahrung Zuwachsraten zu verzeichnen habe. Hundefutter weniger. „Ich war erschrocken über die Hundesteuer in Deutschland“, so Moutault, der sich in seinem Unternehmen allein bei Tiernahrung über einen Jahresumsatz von 700 Millionen Euro freuen kann. „Die Stimmung ist gut. Wir sind zufrieden. Da können wir auch feiern“, sagte Moutault.

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