Reaktion auf Verbot einer Veranstaltung in Weyhe / Großaufgebot der Polizei

Rechte „Spontandemo“

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Zuhörer der rechten Parolen waren fast nur die Polizeibeamten.

Verden - Nachdem in Weyhe Veranstaltungen rechter Gruppierungen während einer Trauerfeier für einen getöteten 25-Jährigen verboten worden waren, versammelten sich am Sonnabend rund 60 Personen aus dem rechten Spektrum in Verden.

Am späten Nachmittag trafen sie sich zu einer „Spontandemo“ am Verdener Bahnhof und zogen begleitet von einem Großaufgebot der Polizei durch die Innenstadt.

Ein Großaufgebot von Einsatzkräften erwartete die Demonstranten am Bahnhof.

Die Teilnehmer protestierten gegen das Verbot einer Veranstaltung mit möglichem rechtsextremistischem Hintergrund im Raum Weyhe. Das Verbot hatte die dortige Gemeinde ausgesprochen. „Hintergrund dieser Veranstaltung waren die Geschehnisse um das Tötungsdelikt zum Nachteil eines 25-Jährigen im Bereich Weyhe vom vergangenen Wochenende“, teilte die Polizei abends mit.

Genehmigt worden war in Verden ein Fußmarsch auf einer abgesprochenen Route. Vom Bahnhof ging es über den Holzmarkt und den Wall in Richtung Kreisel und weiter über die Große Straße. Lautstark wurden typisch rechte Parolen gebrüllt, doch in den ansonsten nahezu menschenleeren Straßen fanden die Schreihälse kaum Aufmerksamkeit.

Als es hinter den Gittern der Baustellenzäune auf dem Rathausvorplatz zu aggressiven Rufen gegen die Polizei kam, reagierte der Einsatzleiter konsequent. An der Ecke Herrlichkeit stoppte er den Fußmarsch. Statt durch die Fußgängerzone ging es für die Demonstranten über die Ostertorstraße direkt zurück zum Bahnhof. Zu sehen waren keine Fahnen rechter Gruppierungen oder Parteien, diese sollen vorab verboten worden sein. Lediglich zwei Männer meinten, Fahnen der IG Metall schwenken zu müssen.

Nachdem die ansonsten friedliche Demonstration gegen 19 Uhr schon beendet war, kam es jedoch noch zu einem Vorfall der ein juristisches Nachspiel haben dürfte. „Während der Abreisebewegung kam es auf dem Bahnhofsvorplatz zu einer versuchten gefährlichen Körperverletzung und „zwei Widerständen zum Nachteil von Polizeibeamten“. Polizeikräfte nahmen die beiden Beschuldigten vorläufig fest. Nach der Durchführung aller polizeilichen Maßnahmen und der Einleitung von Strafverfahren wurden die beiden Täter entlassen“, berichtet die Polizei. · wb

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