Bremer Gospelswingers und ihre temperamentvolle Leiterin Janine Smith beim „After Christmas“-Konzert in St. Petri

„Queen of Gospel“ setzte dem Fest die Krone auf

Chorleiterin und -begleiterin Janine Smith gastierte mit den Bremer Gospelswingers beim „After Christmas“-Konzert in St. Petri Oyten.

Oyten - (kr) · „After Christmas“-Konzerte sind in Oyten eine noch recht junge Tradition, die sich aber schon derart etabliert hat, dass auch in diesem Jahr am zweiten Weihnachtsfeiertag die St.-Petri-Kirche nicht nur im Kirchenschiff, sondern auch auf der Empore mit fast 400 Musikfreunden voll besetzt war.

„Domino“, der engagierte Arbeitskreis der evangelischen Kirchengemeinde für Musik und Kunst in St. Petri, hatte für das „After Christmas“-Konzert 2009 besondere Musiker eingeladen, deren Ruf als Chor der Extraklasse ihnen von Bremen-Hemelingen bis nach Oyten vorausgeeilt war: die Bremer Gospelswingers.

Janine Smith, temperamentvolle Chorleiterin mit afrikanischen Wurzeln, begleitete das Ensemble höchstselbst am Piano, sang und moderierte gleichzeitig mit umwerfendem Charme, wobei sie ihr eigenes musikalisches Licht unter den Scheffel stellte und die schönen Solostimmen des Chores in den Vordergrund hob. Stimmungsvolle Gospels nach uraltem Vorbild, hörenswerte Spirituals und überlieferte amerikanische Traditionals wurden mit sichtbarer Freude am Gesang interpretiert und griffen die Weihnachtsfreude am zweiten Feiertag nochmal auf.

In eher kleiner Besetzung sang der Chor von der Liebe zu Gott und pries seine Größe und Güte gegenüber den Menschen. Bekannte Songs, die zu Weihnachten immer wieder gerne gehört werden, erfüllten das Kirchenschiff und wurden vom Publikum mit begeistertem Applaus honoriert. Bewegende Lieder, die von der Not grausam verschleppter und unterdrückter Sklaven handelten, drückten die Hoffnung der Menschen auf ein Leben nach dem Tod aus und den Wunsch nach der Kraft, das Leid in diesem Leben auszuhalten.

Die Bremer Gospelswingers gibt es seit zehn Jahren und seit 2003 unter der Leitung von Janine Smith. Sie ist Amerikanerin und war bereits in ihrer Highschool-Zeit in New York in fast jedem Club in Manhattan und Brooklyn als Pianistin unterwegs. Heute wird sie von ihren Fans „Queen of Gospel“ genannt, ein Titel, dem sie mit ihrem stilsicheren Gespür für diese spezielle Musik absolut gerecht wird. Mit unterschiedlichen Chören tourt sie regelmäßig durch ganz Europa und begeistert die Menschen mit Konzerten, die zu Herzen gehen. Die Gospelswingers sind als Ensemble aus einem Gospelworkshop im Hemelinger Bürgerhaus entstanden. Die ehemals kleine Gruppe musikbegeisterter Menschen verschiedenen Alters ist heute eine bunt gemischte Gemeinschaft von 35 Sängern und Sängerinnen, die neben christlichen Liedern auch funkige und jazzige Einflüsse in ihrem Programm haben. Afrikanische Stücke, aber auch Songs aus Musicals und Popmusik lassen ihr stimmliches Potenzial bestens zur Geltung kommen. Der Chor nahm am Grand Prix der Chöre 2008 mit großem Erfolg teil.

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