Finalist beim Großen Preis des Mittelstands: Vermessungsbüro-Chef Uwe Ehrhorn lobt Leistung des 14-köpfigen Teams

Qualität gewürdigt, nicht nur den Umsatz

+
Über die Siegertrophäe für Finalisten beim „Großen Preis des Mittelstands“ freut sich hier Uwe Ehrhorn (Mitte) mit Detlef Kahrs von der Oskar-Patzelt-Stiftung (links) und Gerhard Hasselmann vom Achimer Wirtschaftsbeirat. ·

Achim - Nicht nur Umsatzzahlen, sondern auch Kundennähe, Servicequalität und Mitarbeiterführung spielen unter anderem beim bundesweiten Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstands“ eine Rolle. Das Achimer Vermessungs- und Sachverständigenbüro Ehrhorn sammelte hier besonders viele Punkte.

Dieses Unternehmen war schließlich wie berichtet als einer von sechs Finalisten aus dem Bereich Bremen/Niedersachsen Ende September zur großen Gala in Düsseldorf mit eingeladen. Dort wurden die von einer zwölfköpfigen Jury bestimmten besten Mittelständler des Landes ausgezeichnet. Bundesweit hatte es rund 4900 Bewerbungen gegeben.

Gestern Vormittag war der außerordentliche Erfolg Thema beim Pressegespräch in den Räumen des Vermessungsbüros an der Georgstraße. Auch Gerhard Hasselmann vom Achimer Wirtschaftsbeirat zollte dem Unternehmen und dessen Chef Uwe Ehrhorn Respekt –  zumal er den und dessen Talent zum Motivieren von Mitarbeitern seit längerem kennt. Detlef Kahrs von der Servicestelle Bremen der Leipziger „Oskar-Patzelt-Stiftung“ war ebenfalls gestern mit in Achim.

Die Stiftung lobt seit 1994 jährlich den – nicht finanziell dotierten – Mittelstands-Preis aus. Unternehmen können sich nicht direkt bewerben, sondern müssen von dritter Seite für den Wettbewerb nominiert werden. Das Ehrhorn-Büro wurde bereits mehrfach von der Achimer Stadtverwaltung und von Detlef Kahrs benannt, der den Betrieb genau in Augenschein genommen hat und sich von dessen Pluspunkten überzeugte.

Hervorragende Leistungen in fünf Wettbewerbskriterien waren gefordert: 1. Gesamtentwicklung des Unternehmens, 2. Schaffung/Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, 3. Modernisierung und Innovation, 4. Engagement in der Region, 5. Service und Kundennähe, Marketing.

14 Mitarbeiter und zwei Praktikanten gehören derzeit zur Ehrhorn-Belegschaft. Die meisten Vermessungstechniker und Vermessungsingenieure sind mehr als 20 Jahre in der 1985 gegründeten Firma tätig. Doch gibt es auch Jüngere, die nach der Ausbildung übernommen wurden und natürlich neue Sichtweisen einbringen. Sogar ein Auszubildender habe schon einmal einen wegweisenden Verbesserungsvorschlag entwickelt, erinnert sich Uwe Ehrhorn. Ohnehin sei die gute Platzierung im Wettbewerb vor allem das Verdienst seiner Mitarbeiter, betont der „noch 57-Jährige“, auch schon als „Achimer Unternehmer des Jahres“ Ausgezeichnete

Zum Konzept des Betriebs gehören „Selbstbewertungs“-Gespräche, in denen gute Leistungen gelobt, aber auch Kritikpunkte angesprochen werden. Der Chef ist in diesen Runden nicht tabu, hat bei Entscheidungen über Einkäufe und Aufträge aber natürlich das letzte Wort. Den Mitarbeiten wird jedoch viel Eigenverantwortung übertragen, was nach Eindruck nicht nur von Detlef Kahrs die Motivation sehr stärkt.

Das Unternehmen übernimmt im Großraum Bremen private und öffentliche Vermessungsaufträge, aber auch solche zur genauen Bewertung von Immobilieneigentum. Uwe Ehrhorn könnte sich jetzt vorstellen, sogar mehr als Finalist zu sein und „die Goldmedaille zu erringen“. Deshalb würde er gern noch ein weiteres Mal beim Wettbewerb um diesen „Großen Preis“ mitmachen. · la

Das könnte Sie auch interessieren

Klingende Sehenswürdigkeiten: Gescher Glocken im Münsterland

Klingende Sehenswürdigkeiten: Gescher Glocken im Münsterland

Flughäfen zwischen Abflug- und Ausflugsziel

Flughäfen zwischen Abflug- und Ausflugsziel

Das ist der Gipfel: E-Mountainbiking am Dachstein

Das ist der Gipfel: E-Mountainbiking am Dachstein

Neue Smartphones von Nokia und Motorola im Test

Neue Smartphones von Nokia und Motorola im Test

Meistgelesene Artikel

Hochwasser-Helfer aus dem Kreis Verden bei Hildesheim im Einsatz

Hochwasser-Helfer aus dem Kreis Verden bei Hildesheim im Einsatz

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

Axthieb statt Lohn für Schwarzarbeiter

Axthieb statt Lohn für Schwarzarbeiter

Tolle Premiere für „Chaos in’t Bestattungshuus“

Tolle Premiere für „Chaos in’t Bestattungshuus“

Kommentare