Realschule entlässt 135 Zehntklässler / 57 schaffen erweiterten Abschluss

„Puppentheater“ toppt alles

Rektorin Christa Watermann.
+
Rektorin Christa Watermann.

Achim - 57 Schülerinnen und Schüler haben auf der Achimer Realschule den erweiterten Sekundarabschluss I geschafft und können damit eine Oberstufe besuchen, 74 Zehntklässler bekamen gestern ein Zeugnis mit dem gewöhnlichen Realschulabschluss in die Hand gedrückt, vier eines mit dem Hauptschulabschluss. „Ein erfreuliches Ergebnis“, stellte Bürgermeister Uwe Kellner auf der Entlassfeier fest.

Er selbst habe vor 40 Jahren auf der Realschule Achim den Abschluss gemacht, bekannte das Stadtoberhaupt in der vollbesetzten Aula des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums. Doch die Zeiten hätten sich gewandelt. Die 135 aktuellen Absolventen stellten die erste Generation dar, die komplett mit Internet und Handy groß geworden sei, sagte Kellner. Was ihnen das Lernen und eigenständige Denken jedoch nicht erspare.

Rektorin Christa Watermann ehrte vier Schülerinnen und Schüler, „die einen besonderen Abschluss erreicht haben“. Angelina Puchert erzielte mit 1,75 den besten Notendurchschnitt, Daniel Lux und Tobias Meyer kamen auf jeweils 1,88, Lukas Redecker landete bei 1,9. Der Schulverein spendierte ihnen kleine Preise in Form von Gutscheinen.

In ihrer Ansprache an die Abgänger und deren Eltern wählte Watermann das Bild des Adlers, der sein Nest auf einem hohen Felsen baue, wo die Küken sicher und kuschelig-warm heranwachsen könnten. Doch irgendwann komme der Tag, an dem die Altvögel ihrem Nachwuchs einen kleinen Schubs gäben, damit sie flügge werden. Anfangs noch von ihren Eltern begleitet, müssten die jungen Adler lernen, ein selbstständiges Leben zu führen. „Ich wünsche euch, dass ihr im richtigen Moment von jemandem einen Schubs bekommt, aber gleichzeitig auch noch weiter Schutz und Nestwärme.“

Elternratsvorsitzende Ute Niedzielski spielte auf die Diskussion um eine IGS in Achim und deren mögliche Folgen an. „Ich hoffe, dass wir noch lange Realschulabsolventen hier in Achim beglückwünschen können“, sagte sie unter Beifall.

Die beiden Schulbands, Katharina Albers aus der 9e am Klavier und der Musikkurs der „Zehnten“ mit klangvollen Beiträgen sowie die Tanz-AG der fünften Klassen mit rhythmisch kreisenden Bäuchen lockerten die Reden auf. Dann kündigten die Moderatoren Janice Pahlke, Max Engler (beide 10a) und Julian Holzhüter (10b) die von vielen mit Spannung erwarteten Vorführungen der Abschlussklassen an.

Die originellste Idee hatte dabei die 10e. Das „Puppentheater“, das drei auf einem Bühnenkasten sitzende, ihren Unterkörper verbergende Jungs vorführten, war der Brüller. Das Publikum lachte unablässig, vor allem, weil einer aus dem Trio mit einer rutschenden Hose an den Stangenbeinen zu kämpfen hatte.

Schließlich traten noch die Lehrer auf. Sie gaben einen selbst verfassten launigen Text nach der Melodie von Drafi Deutschers „Marmor, Stein und Eisen bricht“ zum Besten. · mm

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Aller-Weser-Klinik setzt ab Montag auf 2 G-Plus-Regelung

Aller-Weser-Klinik setzt ab Montag auf 2 G-Plus-Regelung

Aller-Weser-Klinik setzt ab Montag auf 2 G-Plus-Regelung
Verdener Weihnachtsmarkt:<br/>Nikolaus‘ Sessel gestohlen

Verdener Weihnachtsmarkt:
Nikolaus‘ Sessel gestohlen

Verdener Weihnachtsmarkt:
Nikolaus‘ Sessel gestohlen
Verdener Weihnachtsmarkt öffnet trotz Kritik

Verdener Weihnachtsmarkt öffnet trotz Kritik

Verdener Weihnachtsmarkt öffnet trotz Kritik
Die großen Steuerzahler in Verden gewinnen in der Coronakrise

Die großen Steuerzahler in Verden gewinnen in der Coronakrise

Die großen Steuerzahler in Verden gewinnen in der Coronakrise

Kommentare