Runderneuertes Klärwerk für zwei Gemeinden eingeweiht

„95 Prozent der Anlage umgedreht“

Drückten gemeinsam auf den Knopf: die Bürgermeister Manfred Cordes (links) und Horst Hofmann. ·
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Drückten gemeinsam auf den Knopf: die Bürgermeister Manfred Cordes (links) und Horst Hofmann. ·

Oyten / Ottersberg - Als eine Perle erstrahlt nach mehrjährigem Umbau die 65 000 Quadratmeter große Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Oyten-Ottersberg.

In einem kleinen Kreis geladener Gäste, nämlich der Ratsmitglieder des Fleckens Ottersberg und der Gemeinde Oyten, der Landkreisvertreter und der beteiligten Planer und ausführenden Firmen, drückten Oytens Bürgermeister Manfred Cordes und sein Ottersberger Amtskollege Horst Hofmann am Sonnabend gemeinsam auf den Knopf zur Inbetriebnahme der Pumpen und weihten damit die gesamte runderneuerte Anlage offiziell ein.

Zuvor im Betriebsgebäude hatten die beiden Gemeindeoberhäupter, Carsten Haverkamp als Geschäftsführer des Abwasserzweckverbandes und Betriebsleiter Udo Ortmann die Gäste begrüßt. In einer lockeren Plauschrunde berichteten Cordes und Hofmann den Anwesenden über den Bau der Anlage, die nötigen einzelnen Entwicklungsschritte und die am Ende erfolgreich vollzogene Umwandlung zu einer der „modernsten Anlagen der Region“.

Was die Kommunen allerdings auch eine Menge Geld gekostet hat. Immerhin verbaute der Verband in den vergangenen sechs Jahren 14,9 Millionen Euro.

Der Umbau war auch für die Mitarbeiter eine Herausforderung, da er parallel zum laufenden Betrieb erfolgte. Oytens Bürgermeister Manfred Cordes fand: „Was lange währt, wird endlich gut.“

Den Zweckverband hatten die beiden Gemeinden 1977 aus der Notwendigkeit heraus gegründet, dass die jeweiligen, bestehenden Anlagen damals in Sagehorn und Ottersberg ihre Kapazitätsgrenzen erreichten und immer mehr Bau- und Gewerbegebiete ausgewiesen wurden. Der Bau der Gemeinschaftsanlage, der mit einem politischen Erdbeben Ende der 70er Jahre um den Bau von Klärteichen in der Oytener SPD verbunden war, erwies sich als richtige Entscheidung. Auf der Suche nach der geeigneten Lösung zofften sich damals die SPD-Ratsmitglieder untereinander. Mit dem Ergebnis, dass vier SPD-Ratsmitglieder die Fraktion verließen und bei der Kommunalwahl 1981 als Bürgerliste in den Rat einzogen.

Weil sich zwischenzeitlich die Technik änderte und der Gesetzgeber die Vorschriften verschärfte, entschied sich der Verband zu einer aufwendigen Umbauphase, die beide Bürgermeister mit dem ersten Spatenstich Anfang September 2007 einleiteten. „Besonders das Grundwasser hat uns riesige Probleme bereitet“, sagte Hofmann mit dem Blick zurück. Die wurden jedoch gelöst.

„Wir haben 95 Prozent der Anlage umgedreht. Durch den Einbau der beiden Mikroturbinen haben wir bei gestiegenem Strombedarf der Anlage unseren Stromverbrauch senken können, weil wir mehr als 40 Prozent des Stroms, den wir benötigen, selber produzieren“, informierte der Ottersberger Bürgermeister.

Zugleich hätten sich die Abflusswerte „enorm verbessert. Insgesamt kann ich sagen, die Erwartungen der Politik konnten zu 100 Prozent erfüllt werden.“ Hofmann stellte erfreut fest: „Pro Jahr klären wir 1,6 Millionen Kubikmeter Abwasser.“ · woe

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