Bildungsverbund erntet Pro und Kontra

Profitieren junge Leute?

Achim - Ist der Bildungsverbund Schule-Beruf im Landkreis Verden lediglich eine unproduktive Quasselbude, oder bringt er vor allem für die jungen Menschen messbare Fortschritte? Im Schulausschuss des Achimer Stadtrats gingen die Meinungen darüber auseinander. Ob Achim dem Verbund beitritt, blieb offen.

Der im vorigen Jahr gegründeten Institution gehören die Kommunen Verden, Kirchlinteln und Thedinghausen, der Landkreis Verden, die Berufsbildenden Schulen und weitere Schulen im Kreisgebiet, die Industrie- und Handelskammer, die Kreishandwerkerschaft, die Arbeitsagentur und die „Arbeit im Landkreis Verden“ an, aber bisher nicht die Stadt Achim und auch keine Achimer Schule. Deshalb warben nun Silke Struckmeyer und Klaus Müller vom Bildungsverbund im Ausschuss für diese Einrichtung.

Ziel sei die systematische Vernetzung aller Bildungseinrichtungen im Kreis, erläuterte Struckmeyer. Auch gehe es darum, die Schulen bei berufsorientierenden Maßnahmen zu unterstützen und alle Schülerinnen und Schüler zu befähigen, eigenverantwortlich und erfolgreich ihre Berufswahl zu treffen. Mit einem Jahresbeitrag von 5 000 Euro könnte auch die Stadt Achim im Verbund mitwirken, sagte Struckmeyer.

Doch die Referentin und ihr Kollege ernteten im Ausschuss zunächst mal heftigen Gegenwind. „Ich grübele darüber nach, was das Neue an dem Verbund ist“, äußerte Silke Thomas (Grüne). Mehrere Institutionen in Achim wie der Rotary-Club oder der Wirtschaftsbeirat griffen den Jugendlichen bei der Berufsfindung bereits unter die Arme.

„Neu wäre die Praktikumsbörse, auf die alle Schulen Zugriff haben könnten“, antwortete Klaus Müller. Und das Netzwerk, über das sich die beteiligten Schulen regelmäßig austauschten, führe durchaus zu fruchtbaren Ergebnissen.

Lehrervertreter Dominik Lerdon schüttelte den Kopf. Die Achimer Hauptschule sammele längst selbst Praktikumsplätze und sei eng mit zahlreichen Betrieben verzahnt, entgegnete er.

Ja, im Kreis gebe es verschiedene Berufswahlpässe, erwiderte Müller. Die Unternehmen wünschten jedoch ein einheitliches Bild, um die Bewerber schnell beurteilen zu können.

Realschulleiterin Christa Watermann lobte den Bildungsverbund, sah darin einen „Quantensprung“. Die systematische Bewerbung über ein Online-Portal sei „erheblich erfolgversprechender, als wenn jede Schule einzeln daran geht. Wir würden gern von dieser kreisweiten Einrichtung profitieren“. · mm

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