Positives Votum für Hauptstraßenpläne: Beleuchtung, aber kein Taststreifen

Prachtstraße in neuem Licht

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„Wir machen unser Oyten schöner“ lautet der Spruch auf dem Werbebanner der Gemeinde mitten im Ort. Die Umgestaltung der Hauptstraße war auch Thema beim Oytener Ausschuss für Umwelt und Gemeindeentwicklung.

Oyten - Die Planungen sind durch! Die Entwürfe der Umgestaltung der Hauptstraße im Rahmen der Ortszentrum-Sanierung hat der Ausschuss für Umwelt und Gemeindeentwicklung der Gemeinde Oyten auf seiner jüngsten Sitzung bei einer Nein-Stimme von Reena Saschowa (Grüne) einmütig durchgewunken.

Auf Antrag der SPD verzichtete dabei der Ausschuss auf ein zuvor eingeplantes, im Fußweg eingebautes, durchgehend tastbares Streifenband als Orientierungshilfe für Blinde und Sehbehinderte auf beiden Seiten der Straße. Dazu erklärte Ralf Großklaus (SPD): „Der Streifen würde uns 15 000 Euro kosten. Wir verzichten darauf, weil gesetzlich keineswegs notwendig. Ansonsten können wir der Planung zustimmen“. Norbert Neisen (CDU) fand: „Was wir hier planen, bewegt sich im Rahmen der geplanten Kosten.“

Planer Peter Schatz, der international als Architekt tätig ist, informierte an dem Abend noch einmal über Details und schlug einen Brunnenbau in Höhe der Straße Unter den Linden vor.

Die Grünen glauben, durch den Verzicht des Taststreifens für Blinde existiere auch keine Barrierefreiheit. „Wer haftet dann?“, wollte Reena Saschowa (Grüne) wissen. „Unser Fachplaner sagt, alle Vorschriften sind eingehalten“, antwortete Verwaltungs-Vize Axel Junge. Planer Schatz meinte: „Was wir planen entspricht der Norm. Den Streifen kann man bauen, muss es aber nicht.“ Verärgert reagierte Peter Müller, der Beauftragte für Menschen mit Behinderung. Er verlangte die Aussage des Planers auf den Verzicht „wörtlich ins Protokoll zu nehmen“. Wenn der Streifen nicht käme, gebe es auch keine Barrierefreiheit, so Müller. Und: „Sehbehinderte haben ohne diesen Streifen keine Trennlinie zwischen Fußgängern und Autos.“

Die Umgestaltung werde in mehreren Bauabschnitten erfolgen und bis zur Jahresmitte 2014 erfolgen. Er habe so geplant, dass alle Geschäfte barrierefrei erreichbar sind. Oytens Prachtstraße bekommt eine neue, moderne Beleuchtung, die wesentlicher heller ist, variabel einstellbar und wirtschaftlicher als die vorhandene ist. „Die Beleuchtung wird sich bereits nach zwei, drei Jahren bezahlt machen“, so der Planer.

Als I-Tüpfelchen regte Schatz den Bau eines Brunnens aus rotem, polierten Granit in Höhe der Straße Unter den Linden an. Die Zusatzkosten des Wasserspieles dazu müssten Sponsoren tragen, die man noch finden müsse, so Schatz. Über den Sinn eines Brunnens diskutierte der Ausschuss kurz und heftig und beschloss zumindest die Erdvorrichtung mit einzuplanen.

Zudem lehnte der Ausschuss den Antrag eines Anliegers auf Baulandausweisung im Seeweg ab, weil der Ausschuss mögliche Konflikte mit dem Campingplatz in direkter Nähe befürchtet. · woe

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