GaW-Austauschschüler erzählen vom Leben im Ausland / Bleibende Freundschaften geknüpft

Positive Erfahrungen überwiegen

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Möchten ihren Auslandsaufenthalt nicht missen: Nick London, Robert Peters, Tristan Laabs, Julia Bruns, Siwapor Thongyam (Austauschschülerin aus Thailand), Friederike Storch, Katharina Tancré und Katharina Heuer. (v. l.) ·

Verden - Viele Schüler würden sicher gern einmal den Alltagstrott hinter sich lassen, einige Zeit im Ausland leben und zur Schule gehen. Die GaW-Schüler Nick London, Robert Peters, Tristan Laabs, Julia Bruns, Friederike Storch, Katharina Tancré und Katharina Heuer haben diese Erfahrung in den USA, in Kanada, Mexiko, Schottland und Frankreich gemacht. In der Bibliothek des Gymnasiums am Wall erzählten sie interessierten Mitschülern und ihren Eltern vom Leben in einem fremden Land.

Die Neugier war so groß, dass die Bibliothek die Besucher kaum aufnehmen konnte. „Mit so vielen Gästen habe ich nicht gerechnet“, war Schulleiterin Petra Sehrt überrascht. Zur Einführung erläuterte sie, wie der Auslandsaufenthalt mit der schulischen Laufbahn vereinbart werden kann. „Normal ist, nach der zehnten Klasse ins Ausland zu gehen“, sagte Sehrt.

Zurück in Deutschland würden die Jugendlichen dann mit einem Jahr Verspätung die gymnasiale Oberstufe besuchen. Diese bietet den Vorteil, dass kein versäumter Stoff nachgeholt werden muss. Es gebe aber auch die Option, das erste Halbjahr der zehnten Klasse im Ausland zu verbringen, und das zweite Halbjahr dann regulär in Deutschland zu beenden. Plant man den Auslandsaufenthalt von langer Hand, kann man aber auch vorher eine Klasse überspringen.

Tristan Laabs verbrachte ein Jahr in den USA. Seine Gastfamilie hatte er vorher noch nie gesehen. Den Aufenthalt auf dem anderen Kontinent bezeichnet er als „sehr erfolgreiches Jahr.“ Besonders freut sich der nach eigenen Worten „ehemalige Fünferkandidat“, dass sein Englisch jetzt richtig gut geworden ist.

Dem Unterricht zu folgen, habe ihm überhaupt keine Schwierigkeiten bereitet. „Das amerikanische Schulsystem stellt nicht so hohe Anforderungen“, hat Tristan festgestellt. Auch bleibende Freundschaften sind in diesem Jahr entstanden, ein Freund hat ihn sogar schon in Deutschland besucht. „Es war ein sehr bewegtes Jahr, die positiven Erfahrungen haben aber überwogen“, fasst er zusammen.

Auch Robert Peters hat in Kanada überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Besonders gut sind ihm die vielen Ausflüge in die atemberaubende Landschaft, etwa auf einer Kanufahrt, im Gedächtnis belieben.

Friederike Storch fühlte sich in Mexiko bei ihrer Gastfamilie nicht wohl. Sie lobte aber die Austauschorganisation, die für sie schnell eine andere Familie fand. „Es kann immer einmal sein, dass die Chemie nicht stimmt“, sagte sie.

Katharina Heuer war erst 13, als sie für ein Jahr in ein abgelegenes schottisches Internat ging. Hier wurde sie sehr gut betreut, vor allem die vielen sportlichen Aktivitäten dort haben ihr gefallen. Der Ausländeranteil an dieser Schule betrug 40 Prozent. „Ich hatte mit allen einen guten Kontakt“, erzählte sie. Etwas später schob sie sogar noch einen zweiten Auslandsaufenthalt nach und verbrachte im Rahmen eines privat organisierten Schüleraustauschs drei Monate in Frankreich.

Wer nun Lust bekommen hatte, es den Weltenbummlern gleich zu tun, konnte ihnen anschließend noch persönlich Fragen stellen. Außerdem gab es in der Bibliothek noch jede Menge Infomaterial, Bilder, Bücher und Andenken aus den einzelnen Ländern · ahk

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