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Ministerpräsident Stephan Weil besucht Firma Heckmann in Hülsen

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Von: Reike Raczkowski

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Zwei Männer in Anzügen begutachten ein Bauteil aus Metall.
Pumpen made in Hülsen: Henning Heckmann gibt Stephan Weil Einblicke in das Unternehmen. © Raczkowski, Mareike

„Lecker.“ Dem Politpromi schmeckt der Hülsener Kaffee so gut, dass er auf eine zweite Tasse besteht, obwohl sein Zeitplan denkbar eng ist und seine Mitarbeiter schon recht angespannt auf die Uhr schauen. Kein Wunder, mitten im Wahlkampf ist der Tag eines niedersächsischen Ministerpräsidenten strikt durchgeplant. Aber bei dem Termin bei der Firma Heckmann Maschinenbau und Verfahrenstechnik lässt sich Stephan Weil nicht hetzen.

Hülsen –Der Politiker unterstützte mit diesem Besuch Dr. Dörte Liebetruth in ihrem Wahlkampf. Die SPD-Landtagsabgeordnete möchte am 9. Oktober wiedergewählt werden. Der hohe Besuch aus Hannover bekam gestern Einblicke in das Unternehmen mit mehreren Produktionsstätten und insgesamt mehr als 500 Mitarbeitern, davon knapp 100 am Standort Hülsen. Gegründet wurde die Firma im Jahr 1974 von Heinz Heckmann als kleiner Reparatur-Servicebetrieb, heute wird das mittelständische Maschinen- und Anlagenbau-Unternehmen in zweiter Generation von dessen Sohn Henning Heckmann geführt.

Drei Männer und eine Frau haben Kafeetassen in der Hand und lächeln in die Kamera
Genuss mit „Hecki“: Heinz Heckmann, Dr. Dörte Liebetruth (SPD, MdL), Henning Heckmann und Ministerpräsident Stephan Weil (von links) haben sich nach einem Firmenrundgang eine Stärkung verdient. © Raczkowski

Der Junior informierte den Besuch aus Hannover über das umfangreiche Dienstleistungsangebot mit der Kernkompetenz Schweißtechnik: Produziert werde ebenso für die Großpumpen- und Stahlindustrie wie auch für die Automobilbranche oder die pharmazeutische Industrie, um nur einige Beispiele zu nennen. Wartung, Montage und sogar Personaldienstleistungen gehörten ebenfalls zum Portfolio. Auch in der Forschung sei Heckmann seit vielen Jahren aktiv.

„Viele Unternehmen, die ich besuche, fokussieren sich auf ein Spezialgebiet. Sie dagegen sind dermaßen breit aufgestellt, dass ich mir vorstelle, dass sie besonders krisenfest sind“, sagte der Ministerpräsident beim Rundgang.

Besonderes Augenmerk legten Weil und Liebetruth auf ein besonders spezielles Geschäftsfeld der Unternehmerfamilie. Der Firmengründer, Heinz Heckmann, hat die meisten seiner Geschäfte längst in die Hände seines Sohnes gelegt und sich stattdessen ein ungewöhnliches Betätigungsfeld ausgesucht. Er ist Geschäftsführer seines Herzensprojektes „Hecki“, einer eigenen Kaffeerösterei, für die sich die Politiker sehr interessierten. Sie bekamen exklusive Einblicke in das von Heckmann selbst entwickelte und patentierte Röstverfahren mit überhitztem Dampf. Das sorge nicht nur für ein ganz besonders feines Aroma, sondern sei auch umweltschonend und CO2–neutral. „Interessant finde ich, dass hier mit viel weniger Energieeinsatz gearbeitet wird als bei herkömmlichen Kaffeeröstverfahren. Durch die aktuelle Energiekrise bekommt diese kreisverdener Innovation eine neue Bedeutung und neue Marktchancen“, befand Liebetruth.

Nach der Führung durch die einzelnen Abteilungen, bei denen der Ministerpräsident auch die Gelegenheit bekam, mit einigen Angestellten ins Gespräch zu kommen, fragte Stephan Weil Henning Heckmann: „Wie schafft man es, ein so vielseitiges Unternehmen erfolgreich zu führen?“ Der Firmenchef zögerte mit der Antwort keine Sekunde: „Unser höchstes Gut sind unsere Mitarbeiter.“

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