Sozialarbeiter an Grundschule Oyten suchen nach neuen Formen des Miteinanders / Gestern Premiere

Plausch & Austausch im Elterncafé

Hier bedienen die Schulsozialarbeiter persönlich: Zum zwanglosen Plausch und Austausch luden Stephan Hartel (li.) und Detlef Lehmann gestern im ersten Elterncafé der Grundschule Oyten ein. Zu den Besucherinnen gehörten (vo.v.li.) Mutter Sevim Alim, Rektorin Elke Pawellek und Schulelternratsvorsitzende Angelika Hubrich.

Oyten - (pee) · Zugegeben, der Berg geschmierter Brötchen samt plattenweise Butterkuchen war ein bisschen sehr optimistisch bemessen. Aber gut und hoffnungsfroh gemeint. Allerdings hielt sich der Zulauf beim ersten Elterncafé der Grundschule Oyten gestern Morgen in Grenzen. Was eigentlich nicht überraschte: Wie jedes neue Kontaktangebot muss auch das Elterncafé erst wachsen. Aber der Anfang ist gemacht...

Als gut vorbereitete Gastgeber erwarteten Stephan Hartel, Schulsozialarbeiter der Gemeinde an der Grundschule Oyten, und Detlef Lehmann, in Oyten angesiedelter Schulsozialarbeiter der Caritas im Rahmen des Niedersächsischen Kooperations- und Bildungsprojekts NiKo, interessierte Eltern zum Plausch und Austausch. Die fanden sich aber nur zögerlich und an einer Hand abzuzählen am gedeckten Tisch im Familiengarten vis à vis der Grundschule ein.

„Vielleicht ist an einem Ort außerhalb der Schule die Hemmschwelle zu groß oder die Zeit am Morgen passt doch nicht so gut, weil viele Eltern berufstätig sind...“, überlegten Lehmann und Hartel. Gemeinsam mit Elternvertretung und Schulleitung wollen sie jedenfalls bei Elternabenden und durch Mund-zu-Mund-Propaganda kräftig die Werbetrommel rühren, um das zwanglose Elterncafé nach den Sommerferien als ständige Einrichtung zu etablieren. Sobald die Bauarbeiten in der Grundschule abgeschlossen sind, die als künftige Ganztagsschule auch eine Mensa erhalten wird, soll das Elterncafé auch direkt dort stattfinden.

Das Elterncafé soll dazu einladen, „in zwangloser Atmosphäre andere Eltern kennen zu lernen, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen, Gedanken und Meinungen auszutauschen“, formulieren Lehmann und Hartel die Idee. Entstanden ist sie auf der Suche nach neuen Formen der Elternarbeit. Mehr Einbindung von Eltern war nach Lehmanns Worten unter anderem ein Wunsch der Schule im Rahmen einer Bedarfsanalyse bei Kindern, Eltern und Lehrerkollegium.

„Selbst in der Grundschule sind Elternabende längst nicht mehr so gut besucht, und Elternstammtische laufen auch nicht in allen Klassen“, weiß die Oytener Rektorin Elke Pawellek. Aber: „Wir suchen ständig nach Möglichkeiten, mit Eltern als Erziehungs- und Bildungspartnern in Kontakt zu kommen.“ Was also mal zwanglos anbieten? Ihre Idee vom Elterncafé stellten Hartel und Lehmann im Schulelternrat vor und stießen auf positive Resonanz. „Das ist eine gute Sache“, findet Elternratsvorsitzende Angelika Hubrich und will ebenso wie Mutter Sevim Alim verstärkt Werbung für das Elterncafé machen – damit es sich einfach herumspricht und zum festen Treffpunkt wird.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Bayern-Start mit Pflichtsieg - Chancenwucher gegen Belgrad

Bayern-Start mit Pflichtsieg - Chancenwucher gegen Belgrad

Leverkusen mit peinlichem Auftakt-Patzer gegen Lok Moskau

Leverkusen mit peinlichem Auftakt-Patzer gegen Lok Moskau

Trump greift zu noch härteren Sanktionen gegen den Iran

Trump greift zu noch härteren Sanktionen gegen den Iran

Innenminister wollen gegen Rechtsrock vorgehen

Innenminister wollen gegen Rechtsrock vorgehen

Meistgelesene Artikel

Alles, was die Kartoffel hergibt

Alles, was die Kartoffel hergibt

Politik und Verwaltung suchen nach Abhilfe für Kita-Platz-Not

Politik und Verwaltung suchen nach Abhilfe für Kita-Platz-Not

Digitale Mobilitätssäulen für Verkehrswende

Digitale Mobilitätssäulen für Verkehrswende

Gasgeruch in Oyten: Mann in Not

Gasgeruch in Oyten: Mann in Not