Feierstunde für den Jahrgang 2013 an der Oberschule am Goldbach

Pinguine und Giraffen

Die belobigten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 2013 der Oberschule am Goldbach. ·
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Die belobigten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 2013 der Oberschule am Goldbach. ·

Langwedel - Von Jens WenckImmer wieder stehender Applaus, rhythmisches Klatschen, Beifallsrufe wenn eigentlich Ruhe sein sollte – ein Pop-Konzert in der Sporthalle der Oberschule Langwedel? Nix, das gab es gestern während der Feierstunde für den Schulentlassjahrgang 2013.

Woran lag es? Auch am Jahrgang selbst. Der hatte sich nämlich mit seinem Abschlusstag am Mittwoch selbst übertroffen. „So etwas hat unsere Schule noch nicht gesehen. Ihr hab einen unvergesslichen Tag für die ganze Schule veranstaltet“, lobte Rektor Rolf Bartels. Einen „Festplatz der Möglichkeiten“ hatten die Schüler auf die Beine gestellt und dafür eine Menge Preise in der Wirtschaft eingesammelt.

Das Programm gestern, moderiert von Derek Eicke, war aber auch lecker. Die Schulband Gold Creek schlug (ein bisschen) laut und lebhaft zu. Jungs und Mädchen aus der 5. Oberschulklasse begeisterten mit einem selbst erarbeitetem Tanzauftritt. Derek Eicke: „Das haben die komplett selbst gemacht. Ohne Lehrer, immer in der Pause.“ Die Beatbox-AG hat immerhin mit zwei Schülern geübt, die klassenübergreifende Tanzgruppe mit ihrer Lehrerin Frau Lücken (die auch mittanzte). Und die als Sketch vorgetragene Lehrerversion des Märchens „Aschenputtel“ führte unweigerlich zu heftigen Gackeranfällen im Publikum.

Schluss mit lustig war dann bei der quasi staatstragenden Rede von Langwedels Bürgermeister Andreas Brandt, der den Schulabgängern empfahl, ihr „erworbenes Wissen zu kapitalisieren und zu verzinsen“ und der mit der Überzeugung „ihr habt hier in Langwedel das nötige Handwerkszeug für die Gestaltung eurer Zukunft mitbekommen“ alles Gute wünschte.

Schulleiter Rolf Bartels orientierte sich in seiner Rede an den aktuellen Musikhitlisten, fand den Weg über die „Hall of fame“ (die Ruhmeshalle) zu „You are wonderfull“ („Ihr seid alle wundervoll“). Auch wenn letzteres von manchem bezweifelt werde. Bei jedem Einzelnen gelte es vorrangig, die Stärken zu entdecken, zu fördern und nicht an den Schwächen herumzudoktern. Aus einem Pinguin kann man nämlich keine Giraffe machen, so Bartels Beispiel. Klar sieht das dämlich aus, wenn ein Pinguin über Land wackelt. Aber wenn er erst sein Element, das Wasser, gefunden hat, dann geht die Post ab, und selten sieht man etwas Eleganteres.

Bemerkenswert war auch die Rede des Schulelternratsvorsitzenden Volker Müller. Wenn er denn einen guten Rat los werden dürfte: „Schieben Sie nichts auf, leben Sie jeden Tag, nutzen Sie jeden Tag. Was zählt, sind Beziehungen, Menschen, Herzen. Und, wie Albert Schweitzer mal gesagt hat: Glück kann man nur multiplizieren, in dem man es teilt.“

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