Ehepaar Walther bietet begleitete Wanderungen auf dem Jakobsweg in der Lüneburger Heide an

Pilgern direkt vor der Haustür

Barbara und Eberhard Walther bieten begleitete Pilgerwanderungen an.

Verden - (reg) · „Pilgern liegt im Trend“, sagen Barbara und Eberhard Walther aus Verden. Es sei wie eine Sucht, die einen nicht mehr loslasse. Vor acht Jahren wurde das Ehepaar Walther vom „Pilgervirus“ infiziert.

Mit dem Ziel, ihre Silberhochzeit einmal anders zu gestalten, zogen sie los und pilgerten rund 130 Kilometer auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Zurück in der Heimat, holte sie der Alltag jedoch schnell wieder ein. Erst als der ehemalige Lebensmittelmechaniker und Manager eines Verdener Industrieunternehmens in den Vorruhestand ging, nahmen die Walthers den Pilgergedanken wieder auf. Die von ihnen gemachten Erfahrungen wollten sie auch an andere Menschen weitergeben.

Deswegen gönnte sich das Paar ein Sabbat-Jahr, in dem es ein halbes Jahr lang beinahe jedes Wochenende nach Bayern fuhr, um sich dort zum Pilgerbegleiter ausbilden zu lassen. In Kooperation mit dem Bistum Hildesheim lernten sie zum Beispiel die rechtlichen Grundlagen kennen, doch auch die theologische Seite kam nicht zu kurz.

Der Glaube an Gott sei beim Pilgern jedoch kein Muss, vielmehr gehe es um Selbstfindung und das Nachdenken über sich selbst. Besonders in der heutigen Arbeitswelt ginge es rasant her, Zeit zum Innehalten bleibe kaum. „Das Pilgern hilft zu entschleunigen“, erklärt Barbara Walther. Zurück in der Natur, fehle die Ablenkung durch Äußeres, und die Besinnung auf die eigene Person sei somit möglich. Dafür müssen sich Pilger jedoch nicht ganz auf dem Weg nach Nordspanien oder Frankreich machen. Auch hier liegt der Jakobsweg quasi direkt vor der Haustür. Die ursprünglichen Pilgerwege leben wieder auf, gerade durch den Boom der letzten Jahre. Angeschlossen an dieses Netz ist auch der Jakobsweg in der Lüneburger Heide.

Eberhard und Barbara Walther bieten geführte Pilgerwanderungen durch die Landschaft im Nordosten Niedersachsens an, auf denen sie Menschen auch ein wenig die Spiritualität näher bringen möchten. Ihr Angebot richtet sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Gruppen. Die Dauer dieser begleiteten Wanderungen kann ebenso variieren. „Manchmal reichen schon zwei Tage aus, um dem Alltag zu entfliehen und ins Gespräch mit sich selbst zu kommen“, verriet Barbara Walther. Außerdem erleichtere es viele Leuten schon, dass sie sich um nichts kümmern müssen. Nur die Anreise sei selber zu bewerkstelligen. Der nächste Termin ist Anfang Juni, an dem Interessierte gerne noch teilnehmen können. Für weitere Informationen stehen die beiden zertifizierten Pilgerbegleiter unter Telefon 04231/ 849 00 oder http://www.pilgern-norddeutschland.de gerne zur Verfügung.

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