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Parken in Verden: App oder Kleingeld

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Von: Markus Wienken

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An der Parksäule in Verden:  Patrick Düsselbach (vorn) stellte den Ablauf des neunen Parkverfahrens  vor. Weitere Instruktionen gab’s von (v.l.) Philipp Zimmermann, Initiative smartparking, Jörn Gätjen, Ordnungsamt, sowie Bürgermeister Lutz Brockmann.
Parkzeit per App: Patrick Düsselbach (vorn) stellte den Ablauf des Verfahrens vor. Weitere Instruktionen gab’s von (v.l.) Philipp Zimmermann, Initiative smartparking, Jörn Gätjen, Ordnungsamt, sowie Bürgermeister Lutz Brockmann. © Markus Wienken

Parken mit Handy? Geht doch auch in Verden! Die Technik läuft seit einer Woche. Die App fürs Handy ist freigeschaltet, ganz bequem...Auch die Brötchentaste gibt es noch! Und Münzgeld?

Verden – Bei einer Tasse Kaffee verquatscht, dann noch einen Bekannten in der Stadt getroffen, nun fängt’s noch an zu regnen, das Auto steht am anderen Ende der Stadt, die Parkzeit ist abgelaufen: „Mit der richtigen App auf dem Handy kein Problem, einloggen, Gebühr aufstocken, fertig“, so Patrick Düsselbach vom städtischen Ordnungsamt. „Die Technik läuft, der Start ist gelungen, und es wird auch genutzt“, hat Düsselbach bereits erste App-Erfahrungen gesammelt. Seit einer Woche sind die Automaten scharf gestellt.

Parken in Verden: Parkzeit bequem aufstocken

Treffpunkt an der Parksäule in der großen Straße, vor der Commerzbank. Die Parksäule blitzblank, weil nagelneu. Aber schon beklebt. Doch nicht willkürliche Botschaften, sondern gezielte Infos finden sich auf den bunten Buttons in auffälliger Schrift wieder. „Die komplette Gebrauchsanweisung für den, der sich einloggen möchte, per App, Anruf oder SMS mit seinem Handy zahlen will“, erklärt Philipp Zimmermann von smartparking, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung. Als Anbieter stehen dabei EasyPark, moBiLET, Yellowbrick/flowbird, paybyphone, Parkster und PARCO zur Auswahl. „Einfache Handhabung, und es wird in vielen Städten schon erfolgreich praktiziert“, weiß Bürgermeister Lutz Brockmann.

Infos und Aufkleber erleichtern die Nutzung der App

Wer einmal die App hat, der kann sich schon bei der Ankunft den Gang zur Parksäule sparen. Ankommen, parken, einloggen, fertig. Da kommt dann Jörn Gätjen vom städtischen Ordnungsamt ins Spiel. Er und sein Team machen sich regelmäßig auf den Weg, um zu kontrollieren, ob denn der Autofahrer auch seinen Obolus entrichtet hat. „Früher reichte der kurze Blick hinter die Windschutzscheibe, weil da das Ticket liegen muss“, so Gätjen. Fehlte der Beleg, konnten er und seine Kollegen schon mal das Knöllchen schreiben. Die Zeiten sind vorbei. Wer mit der App zahlt, hinterlässt digital zwar sein Kennzeichen, ein Ticket braucht er hingegen nicht. „Also müssen wir per Online-System über das Nummernschild prüfen, ob gezahlt wurde“, so Gätjen.

Parken in Verden: Automat nimmt auch Münzen

Geht es auch anders? Auf jeden Fall, denkt sich eine Autofahrerin. Parkt ihr Fahrzeug unweit der neuen Parksäule, kramt in ihrem Portemonnaie, holt Kleingeld heraus und steckt die Münzen in den Schlitz. „Parken nach bislang üblichem Standard mit Bargeld und Ticket bleibt weiterhin im gesamten Stadtgebiet möglich“, sagt Bürgermeister Brockmann. Die Frau nimmt den Beleg und platziert ihn gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe. Ist ja für das Team von Gätjen auch einfacher.

Gebühren in Verden vergleichsweise niedrig

Die Gebühren, da ist ebenfalls alles geregelt – und wie früher. Zwei Stunden 50 Cent, jede weitere Stunde noch mal 50 Cent. Ab drei Stunden lohnt sich ein Tagesticket für drei Euro. Und auch die Brötchentaste, 15 Minuten kostenlos, kann nach wie vor gedrückt – aber auch per Handy gebucht – werden. „Bei den Tarifen ist Verden vergleichsweise günstig“, sagt Brockmann.

Neue Parksäulen in Verden für 30.000 Euro

Über das Jahr gesehen rechnet sich der Einzug der Gebühren. Insgesamt 13 Automaten sind über die gesamte Stadt verteilt im Einsatz. Die elektronischen Wächter sammeln jährlich circa 150.000 Euro ein und sorgen damit für Nachfolger. Bezahlt wurden mit dem Geld sieben moderne Säulen zum Preis von insgesamt 30.000 Euro.

Info
Mehr Informationen gibt es bei www.smartparking.de und bei den Anbietern: www.easypark.de, www.mobilet.de, www.yellowbrick.de, www.paybyphone-parken.de, www.parkster.com, www.parco-app.de.

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