Moyn-Moyn-Festival steigt vom 22. bis 25. August auf dem Backsberg / 3500 Leute erwartet

Zwischen Techno-Beats und Yogamatte

Ein Raumschiff auf dem Backsberg? Nicht ganz – beim Moyn-Moyn-Festival könnte sich hinter solchen Aufbauten das DJ-Pult verbergen. Fotos: MOYN mOYN

Oyten - Von Lisa Duncan. Bald wird der beschauliche Backsberg wieder Anziehungspunkt für Festivalgänger: Das „Moyn Moyn“ steigt vom 22. bis 25. August in der Landschaft zwischen Oyten und Fischerhude – bereits zum dritten Mal. Zielgruppe für dieses Spektakel sind vor allem Fans elektronischer Beats und temporärer Fantasiebauten, die Assoziationen an Raumschiffe oder Zeitmaschinen wecken.

„Das Moyn-Moyn-Festival steht für interkulturellen Austausch, musikalisches Erleben und spielerische Weiterbildung“, teilen die Veranstalter mit. An der Organisation beteiligt sind Musiker, DJs, Künstler, Kreativschaffende, Aktivisten, Artisten, Tänzer und ein Haufen junger motivierter Kollektive. Das Kernteam besteht aus 30 Leuten plus 100 Ehrenamtlichen, sagt ein Sprecher der Veranstaltungs-„Krew“, wie sie sich selbst nennen.

„Das Musikprogramm ist auf elektronische Tanzmusik aus verschiedensten Haupt- und Subgenres des Techno ausgelegt.“ Daneben gibt es Kunstausstellungen und Installationen, Poetry Slam, Impro-Theater, Workshops, Vorträge und offene Diskussionsrunden sowie Yoga und Meditation. Karten sind im Vorverkauf über die Internetseite noch erhältlich. Zudem können Anwohner wieder vergünstigte Festival- oder Tagestickets erwerben.

Die Veranstalter rechnen mit rund 3 500 Gästen – etwas mehr als beim Moyn Moyn 2018. Um das Festival als Kulturraum und die umliegenden Gemeinden nicht zu überfordern, soll es laut „Krew“ aber künftig bei dieser Größe bleiben.

So hatten sich Anwohner in den vorherigen Jahren vereinzelt über die Lautstärke beschwert, weiß der Oytener Verwaltungsvize Axel Junge. „Deshalb haben wir das Thema Lärm mit Auflagen versehen“, so Junge. An Messpunkten wurden bereits 2017 und 2018 Lärmprotokolle erstellt. Neben den drei bestehenden in Bassen, Sagehorn und Fischerhude kommt nun ein weiterer Messpunkt hinzu, der sich ebenfalls in Fischerhude befindet. Die Veranstalter wollen bei der Ausrichtung und Einmessung der Lautsprecher-Anlagen darauf achten, die Richtwerte nicht zu übertreten. Bei Problemen werde eng mit der Polizei zusammengearbeitet. Ein Telefonkontakt für Beschwerden werde noch bekanntgegeben.

Während des Festivals wollen die Veranstalter auch auf die Umwelt achten: „Neben den klassischen Dixis werden Komposttoiletten aufgestellt, es wird ein eigenes Müll- und Getränke-Pfandsystem eingesetzt und es werden wassersparende Duschköpfe verwendet.“ Das gilt auch für die ressourcenschonende Anreise: „Der Backsberg ist über die Regionalbahnhöfe ideal zu erreichen“, werben die Veranstalter. Zudem gibt es eine eigene Online-Mitfahrbörse. Wo es geht, werde auch beim Essen auf regionalen und biologischen Anbau geachtet. „Toleranz, Vielfalt, Nachhaltigkeit und Respekt im Umgang mit unseren Mitmenschen wird auf dem Moyn Moyn großgeschrieben. Es wird kein Raum für Gewalt, Sexismus, Homophie und religiösen Fundamentalismus geboten“, stellt die Krew klar.

Weitere Infos auf:

www.moynmoyn.de

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