Pastorin Silke Oestermann beginnt Samstag ihren Dienst in der St.-Petri-Gemeinde

„Zeit, dass es losgeht“

Zu ihrer Aufstellungspredigt vor der Gemeinde kam Pastorin Silke Oestermann im Mai erstmals in die St.-Petri-Kirche. Am 1. August tritt sie nun offiziell ihren Dienst in der evangelischen Kirchengemeinde Oyten an. 
Archivfoto: Woelki
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Zu ihrer Aufstellungspredigt vor der Gemeinde kam Pastorin Silke Oestermann im Mai erstmals in die St.-Petri-Kirche. Am 1. August tritt sie nun offiziell ihren Dienst in der evangelischen Kirchengemeinde Oyten an. Archivfoto: Woelki

Oyten / Bassen – Silke Oestermann ist startklar und voller Vorfreude: „Es wird Zeit, dass es losgeht!“, sagt die Pastorin, die nach zuletzt 19 Dienstjahren in der Kirchengemeinde Oldenburg aus der Stadt ins eher Ländliche wechselt. Am 1. August tritt sie ihre neue Pfarrstelle in der evangelischen St.-Petri-Kirchengemeinde Oyten an – als Nachfolgerin des vorigen Herbst gegangenen Pastors Benjamin Will und als neue Kollegin des zweiten Gemeindepastors Hans-Jürgen Strübing. Silke Oestermann übernimmt den Pfarrbezirk II, der im Wesentlichen Bassen umfasst, und zieht mit ihrem Mann ins Bassener Pfarrhaus.

Zum Dienstauftakt am Samstag stehen gleich einige Geburtstagsbesuche in der Gemeinde im Kalender der neuen Pastorin. Am Sonntag, 2. August, gestaltet sie dann zusammen mit Prädikantin Ingrid Rojem um 10 Uhr den Gottesdienst in der St.-Petri-Kirche, der im Rahmen der Sommerpredigtreihe „Sehnsuchtsorte“ unter dem Titel „Du stellst meine Füße auf weiten Raum ...“ gefeiert wird. Da der Termin für eine festliche Amtseinführung von Silke Oestermann wegen der Corona-Krise noch in den Sternen steht, lädt Kirchenvorstandsvorsitzender Peter Rojem die Gemeinde ein, ihre neue Pastorin diesen Sonntag wenigstens schon mal bei ihrem ersten Gottesdienst in St. Petri zu begrüßen.

Nachdem sie vorigen Sonntag in der St.-Lamberti-Kirche verabschiedet worden ist, ist das lange Kapitel Oldenburg für Silke Oestermann abgeschlossen. Beruflich jedenfalls. Umzugstechnisch sitzt sie noch „zwischen gepackten Kartons“ in ihrer alten Wohnung in der Oldenburger Innenstadt. Bis das Bassener Pfarrhaus fertig renoviert ist, werden noch einige Wochen vergehen. Und bis sie dort einziehen kann, will die Pastorin mal pendeln und mal bei ihrem Mann „unterschlüpfen“, der bislang am Thünen wohnt und beruflich in Oyten gebunden ist.

Nach sieben Jahren mit getrennten Wohnungen endlich mit ihrem Mann zusammenziehen zu können, war ein Grund für Silke Oestermann, sich auf die vakante Pfarrstelle in Oyten/Bassen zu bewerben – abgesehen von dem Wunsch, sich nach fast 19 Jahren in Oldenburg doch noch mal beruflich in eine andere Kirchengemeinde zu verändern.

Silke Oestermann (53) ist seit mehr als 25 Jahren Pastorin. Aufgewachsen in Oldenburg und der Wesermarsch, studierte sie in Marburg und Göttingen. Nach dem Vikariat in Rastede bekleidete sie sieben Jahre lang eine Pfarrstelle in Delmenhorst, und seit November 2001 war sie in der evangelischen Kirchengemeinde Oldenburg tätig. Nach ihrer Bewerbung bei der Oytener Gemeinde wählte sie der Kirchenvorstand von St. Petri im April einstimmig zur neuen Bassener Pastorin. Im Mai hielt sie die im Auswahlverfahren obligatorische Aufstellungspredigt in der Oytener Kirche, nach der Gemeindemitglieder rein theoretisch noch Widerspruch gegen die Wahl hätten einlegen können. Das tat erwartungsgemäß niemand, und so beginnt Silke Oestermann am Samstag ihre geistliche und seelsorgerische Arbeit in St. Petri.

Die nächsten Wochen will die Pastorin nutzen, ihre Gemeinde kennenzulernen und sich vorzustellen – „da wo es geht“. Ihr Anfang in Oyten ist überschattet von den Corona-Beschränkungen. Die kirchlichen Gruppen etwa treffen sich zumeist noch gar nicht wieder. „Es ist eine schwierige Zeit, ein bisschen mühsamer als normal, aber wir müssen uns da durchwurschteln“, sagt Silke Oestermann und strahlt Zuversicht aus.

Einen Schwerpunkt sieht sie in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Gedanken macht sie sich bereits über den Unterricht ihrer künftigen Konfirmanden, und über einen möglichen Einschulungsgottesdienst für die neuen Bassener Erstklässler ist sie mit der Grundschule im Gespräch. Zeit, Ort und Form sind noch nicht geklärt, „aber es wird irgendwie ein Zeichen der Kirche zur Einschulung geben“, verspricht die neue Bassener Pastorin.

Von Petra Holthusen

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