Abschied von Pastor Piehl und seiner Familie mit Gottesdienst und Grillbuffet

„Wir bleiben mit Oyten und Bassen verbunden“

Unzählige Gemeindemitglieder wollten sich persönlich von dem Bassener Pastor Marcus Piehl und seiner Frau Friderike verabschieden. - Foto: Keppler

Oyten/Bassen - Mit einem stimmungsvollen Festgottesdienst in der Kirche verabschiedete sich die ev.-luth. St.-Petri-Gemeinde Oyten am Pfingstmontagnachmittag von dem Bassener Pastor Marcus Piehl und seiner Familie. Piehl wechselt als Pastor in die Gemeinde St. Johannis nach Nordstemmen.

Inga Lünzmann, Daniela Cordes und Lena Wilkens umrahmten den gut besuchten Gottesdienst in St. Petri mit stimmungsvoller Musik. Neben der Superintendentin Elke Schölper als geistlicher Leitung des Kirchenkreises Verden waren alle Pastoren aus den Nachbargemeinden gekommen, um Marcus Piehl für seine Arbeit in der Kirchengemeinde zu danken und ihm gute Wünsche mit auf den Weg in einen beruflichen Neustart zu geben. Der Dank ging auch an Friderike Piehl, die sich stark in die Gemeindearbeit mit Kindern, in den Frauenkreis und in die Flüchtlingsarbeit eingebracht hatte.

Nach dem Gottesdienst hatte das Ehepaar Piehl viele Hände zu schütteln. Jedes anwesende Gemeindemitglied wollte ein paar persönliche Worte des Dankes sagen und hier und da gab es auch kleine Geschenke und Umarmungen. Direkt im Anschluss daran begab sich die Gesellschaft ins Gemeindehaus nach Bassen, wo der Kirchenvorstand zu einem lockeren Empfang mit anschließendem Grillbuffet einlud.

„Ich freue mich, dass so viele gekommen sind“, sagte der scheidende Pastor ganz gerührt, während er immer wieder kleine Präsente hinter sich stapelte. Immer wieder eilten auch Gemeindemitglieder mit Schüsseln herbei, in denen sich die köstlichsten Salate befanden – jeder wollte etwas zum gemeinsamen Abschiedsessen beitragen.

Die große Überraschung für Marcus Piehl und seine Frau wartete währenddessen noch im Konfirmandenraum: Dort lehnte ein Aquarell von Christian Modersohn an der Wand und wartete auf seine Übergabe als Abschiedsgeschenk. Die Kirchengemeinde überreichte es später an die Piehls mit dem Wunsch, Oyten und Bassen in guter Erinnerung zu behalten. „Früher Morgen an der Wümme“, ein Werk im mittleren Format, zeigt den weiten Blick in die Wümmeniederung mit bevorstehendem Sonnenaufgang. Ein stimmungsvolles Bild und eine wunderbare Gabe, die bei den Piehls auch an ihrem neuen Lebensort in Nordstemmen im Südhannoverschen die Erinnerung an Oyten und Bassen wachhalten wird.

Nachgefragt, warum nach nur fünfeinhalb Amtsjahren in St. Petri jetzt ein beruflicher Wechsel erfolgt, erklärte Marcus Piehl, dass es dafür verschiedene Gründe gäbe. Er suche eine größere Nähe zu seinen Eltern in Bad Nenndorf, die jetzt in ein Alter kämen, in der die Familie für sie da sein müsse. Darüber hinaus sei das Bassener Pfarrhaus für die sechsköpfige Familie doch etwas klein – und der große Pfarrbezirk mit Oyten und Bassen entspreche nicht wirklich seiner bevorzugten Arbeitsweise als Dorfpastor. Nordstemmen mit seiner Einzelpfarrstelle in einer dörflich geprägten Gemeinde mit etwa 2500 Mitgliedern sei da überschaubarer, so Piehl.

Leicht falle ihm und seiner Frau der Abschied jedoch nicht, betonte der Pastor. Immerhin seien in den fünfeinhalb Jahren viele Freundschaften und Verbindungen gewachsen und die Kinder seien in ihrem Umfeld gut integriert. Mit Beginn der Sommerferien sei im Juni der Umzug geplant. Aber: „Wir bleiben mit Oyten und Bassen verbunden.“ 

kr

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