Gemeinde plant Alternative für abgesagte Weihnachtsmärkte in Oyten und Bassen

Winterlandschaft statt Budenzauber

Kuscheliges Beisammensein im adventlichen Ambiente des Heimathauses wird es in diesem Jahr nicht geben – die Weihnachtsmärkte sowohl in Oyten als auch in Bassen sind coronabedingt abgesagt. 
Archivfoto: Heimatverein
+
Kuscheliges Beisammensein im adventlichen Ambiente des Heimathauses wird es in diesem Jahr nicht geben – die Weihnachtsmärkte sowohl in Oyten als auch in Bassen sind coronabedingt abgesagt. Archivfoto: Heimatverein

Oyten – Menschengedränge zwischen Hobbykunstständen, Glühweinbuden und Süßigkeiten verteilenden Nikoläusen – das ist unter dem Diktat von Corona dieses Jahr im Advent nicht vorstellbar. Die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln ist kaum zu garantieren, und das Risiko, zum Corona-Hotspot zu werden, können und wollen die Vereine, die Weihnachtsmärkte in der Gemeinde veranstalten, nicht eingehen: Die coronabedingte Absage der diesjährigen Adventsmärkte im und am Heimathaus in Oyten sowie in der Scheune und auf dem Gelände der Bassener Dorfgemeinschaftsanlage Blocks Huus erklärten am Donnerstag in einem Pressegespräch Heimatvereinsvorsitzender Werner Gerken und Blocks-Huus-Vorsitzende Christa Junge.

Gleichzeitig präsentierten sie zusammen mit Bürgermeisterin Sandra Röse eine mögliche Alternative. „Winterlandschaft statt Budenzauber“ betitelt Röse die ganz frische Idee, die bis Dezember mit Leben gefüllt werden soll.

„Wir müssen uns gedanklich von dem Konzept eines Weihnachtsmarkts, wie wir ihn kennen und bei dem an einem Tag ganz viele geballt zum Kaufen, Essen, Trinken und Klönen zusammenkommen, verabschieden��, da sind sich Christa Junge, Werner Gerken und Sandra Röse einig. „Aber wenn das eine nicht geht, dann machen wir eben das andere ...“ Dieses andere beschreibt die Bürgermeisterin als „eine zentrale Anlaufstelle im Rathauspark, wo sich die Menschen in der Adventszeit ein weihnachtliches Gefühl abholen können“. Eine Landschaft mit Christbäumen, Lichtermeer, Strohballen, Krippenfiguren, Musik und einer Litfaßsäule für Lieblingskeksrezepte oder Weihnachtsgeschichten sieht Röse schon vor ihrem geistigen Auge. Dazu vielleicht an manchen Tagen einen Schmalzkuchenstand – Glühwein- oder Geschenkeverkaufsbuden aber nicht.

Landwirte, Kaufleute, Musiker und Kindertagesstätten beispielsweise will die Bürgermeisterin ansprechen und mit Ideen und Beiträgen ins Konzept einbinden. Auch Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, die Winterlandschaft mitzugestalten: Anregungen werden ab Oktober per E-Mail an die Adresse christa.junge@oyten.de entgegengenommen. Bestandteil soll auch erstmals ein Wunschbaum für sozial benachteiligte Kinder sein.

„Das ist nicht das, was wir gewohnt sind – aber es ist besser als nichts“, sagt Röse. Gar nicht vorstellbar sei jedenfalls, „dass wir in so einem Jahr voller Sorgen und Angst gar nichts Weihnachtliches im Ortsbild anbieten“.

Von Petra Holthusen

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Friedlicher Start der Nicht-Wiesn

Friedlicher Start der Nicht-Wiesn

Playstation 5 und Xbox Series im Überblick

Playstation 5 und Xbox Series im Überblick

Das große Sommergewinnspiel: Alle Fotos

Das große Sommergewinnspiel: Alle Fotos

Japanische Roadsterträume in Italien

Japanische Roadsterträume in Italien

Meistgelesene Artikel

Corona-Verstöße in Verden: 170 Bußgeldbescheide für Maskenverweigerer

Corona-Verstöße in Verden: 170 Bußgeldbescheide für Maskenverweigerer

Corona-Verstöße in Verden: 170 Bußgeldbescheide für Maskenverweigerer
Wer nimmt es mit Rainer Ditzfeld auf?

Wer nimmt es mit Rainer Ditzfeld auf?

Wer nimmt es mit Rainer Ditzfeld auf?
Betrunkene greifen in Verden Polizist und Klinikmitarbeiterin an

Betrunkene greifen in Verden Polizist und Klinikmitarbeiterin an

Betrunkene greifen in Verden Polizist und Klinikmitarbeiterin an

Kommentare