Rentnergang „Die Wühlmäuse“ errichten in der Grundschule Bassen ein Insektenhotel

Winterhort für Wildbienen & Co.

Oben: Die „Wühlmäuse“ haben auf der Blumenwiese das Wildbienenhotel errichtet. Mit dabei die Klasse 3 b mit Lehrer Ralph Spill (2.v.r.).
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Oben: Die „Wühlmäuse“ haben auf der Blumenwiese das Wildbienenhotel errichtet. Mit dabei die Klasse 3 b mit Lehrer Ralph Spill (2.v.r.).

Oyten – Ganz schön warm, so früh am Morgen, Mitte September. Den sieben Herren von der Oytener Rentnergang „Die Wühlmäuse“ tropft und rinnt das kühlend-salzige Nass nur so von der Stirn. Auch wenn die Senioren, die sich um Naturschutzprojekte in der Gemeinde kümmern, mit Profi-Werkzeug gut ausgestattet sind, ist Handarbeit erforderlich beim Aufstellen eines mehr als mannsgroßen Insektenhotels auf der Wildblumenwiese hinter der Bassener Grundschulturnhalle.

Das Hotel haben die Wühlmäuse im August mit Ralph Spill, Klassenlehrer der 3 b, in Dörverden bei der Kreisjägerschaft abgeholt. Der Bau im Wert von rund 800 Euro ist eine gemeinsame Spende von Jägern und der Bingo-Stiftung.

Im Unterricht der 3 b sind Bienen, Wespen, Käfer & Co. gerade Thema. Die zweibeinigen Sprösslinge haben Ralph Spill zufolge im Klassenraum zurzeit Raupen zu Gast, die sich in Kürze in wunderschöne Schmetterlinge verwandeln werden.

Das Insektenhotel auf der Wiese dient als Winterhort für die Tiere, vor allem für Wildbienen und Einsiedlerwespen. „Die legen da Eier drin ab“, sagt Drittklässler Niclas und zeigt auf die kleinen Bambus- und Schilfröhrchen, in denen die Insekten Unterschlupf finden sollen.

Weiter vorn geht es unterdessen an die Errichtung einer Schautafel. „Höher!“ feuern sich die Rentner gegenseitig an, nachdem sie mit der Wasserwaage nachgemessen haben, was Lehrer Spill unter dem kritischen Blick der Kinder angeschraubt hat. Die Tafel informiert über die verschiedenen Wildbienenarten, die das Hotel künftig möglichst bewohnen sollen.

Hotel und Schild sind ein weiterer Bestandteil der 2019 angelegten Wildblumenwiese. „Vorher war hier nur tote Brachfläche“, sagt der Pädagoge. Spills Klasse kümmert sich um Wiese und Bienenherberge sowie eine Kräuterspirale. In zwei Jahren folgt eine andere Klasse nach.

Die Wildblumenwiese hat sich dem Klassenlehrer zufolge in ihrem zweiten Sommer prächtig entwickelt. Immer wieder hätten andere Wildblumen geblüht, und viele Insekten hätten den wild sprießenden Lebensraum bevölkert. „Selbst die Trockenheit und Hitze in diesem Sommer konnten der kleinen Oase für Wildbienen, Wespen, Schmetterlinge, Bienen, Hummeln, Käfer und auch Schwebfliegen nichts anhaben.“

Für die rüstigen Rentner steht nach der schweißtreibenden Arbeit Kaffee und Kuchen als Belohnung bereit. Am heutigen Donnerstag geht es schon weiter, erklärt „Wühlmaus“ Albin Siewert. Dann geht es in die Heide zum Mähen.

Von Philipp Köster

Links: Spill und die Wühlmäuse bringen eine Infotafel an.

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