Familienraum vorgestellt

Viel Interesse an Tag der offenen Tür im Gemeindezentrum Bassen

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Im Spielraum konnten die Kleinen sich nach Herzenslust ausprobieren.

Bassen - „Ich bin so gespannt. Ein Familienraum für Bassen – was für eine wunderbare Idee. Das ist genau das, was wir hier brauchen. Es gibt so viele junge Familien, ältere Generationen, das Gebäude, alles könnte ideal zu einem großen Ganzen zusammenwachsen. Ich habe gehört, dass es Angebote geben wird, für die man sonst weit fahren muß“, äußerte sich eine junge Mutter, die ihr Baby vor dem ehemaligen Bassener Gemeindehaus aus dem Kinderwagen holte. Anschließend steuerte sie mit Kind im Schlepptau den Spielraum an.

Im Spielraum, der mit Spielgeräten für unterschiedliche Altersgruppen ausgestattet ist, orientiert man sich an den Erkenntnissen und Empfehlungen der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler. Ihr Konzept für frühkindliche Entwicklung gründet auf einer Atmosphäre von Respekt, Achtsamkeit und Vertrauen, in der sich Eltern, Großeltern und Kinder wohlfühlen. Kriech-, Krabbel- und kleine Klettergeräte nach Vorgaben von Emmi Pikler sorgten für Aufmerksamkeit und Spaß.

Unterdessen begrüßten nach einem Familiengottesdienst Bürgermeister Manfred Cordes, Jens Blohme vom Kirchenvorstand, Pastor Benjamin Will und Tina de Boer, Ankermieterin für ein ausgeklügeltes Finanzierungssystem und Ideengeberin des Familienraums, die zahlreichen Bassener, unter die sich auch viel Publikum aus Schaphusen und Oyten gemischt hatte.

Überall waren Stände aufgebaut, die das zukünftige Angebot des Familienraums, der auch als Familienwerkstatt bezeichnet wird, zeigten. Es gab ein Nähatelier, Information rund um das für Babys so wichtige „Tragen“, mit dem die motorische, sinnliche und psychische Förderung für ein behütetes und entspanntes Aufwachsen ermöglicht wird. Es gab Kurse für „Mama Workout“, worunter man sich In- und Outdoorkurse als Sport für Schwangere, Mütter und Babys vorstellen muss, Eltern- und Kind-Kurse für effektive Kommunikation und Kindertanzen zum Mitmachen ab drei Jahre. Die ADTV Tanzwelt von Frauke Grimm bietet Tanzen als Stärkung des Selbstbewusstseins an. Es soll die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern fördern.

Jens Blohme und Tina de Boer freuten sich über das große Publikumsinteresse.

Zudem gab es Informationen für Erziehung, aber auch solche, die Großeltern mit einbinden, Workshops unterschiedlicher Art für Frauen und andere Angebote. Auch die Väter wurden nicht außen vor gelassen. In einem Raum wurden Vorträge zum Thema Familie mit den unterschiedlichsten Themen gehalten.

Jens Blohme hatte einen interessanten Infostand aufgebaut, an dem es um das Gebäude des Gemeindezentrums ging, das auf dem ehemaligen Gelände der alten Bassener Schule errichtet wurde. In den frühen 70er Jahren erwies sich das Haus als zu klein, marode und abrisswürdig. Eine neue Schule musste her und die wurde dann auch an der Dohmstraße gebaut. Die Abrissbirne für den Altbau rückte an und machte Platz für das neue Haus, das den Bassenern gleichzeitig als Gemeindezentrum und Friedhofskapelle diente. Da die ökonomische Entwicklung der evangelischen Landeskirche Hannover aber den Rotstift in Sachen Gebäudepolitik ansetzte, stellte sich jetzt die Frage, ob die Gemeinde Oyten zwei Gemeindehäuser haben darf und das Gemeindezentrum Bassen stand zur Disposition. Einem Verkauf stellten die Bassener sich vehement entgegen und suchten erfolgreich nach einer Alternative, die sich im Aufbau eines Familienraumes zeigte.

Nach vielen Beratungen, dem ein Trägerverein an die Seite gestellt werden soll, sehen die Bassener nun Licht am Horizont. „Der Trägerverein befindet sich in Gründung. Er ist unverzichtbar für die Realisierung des Projektes, das in seiner facettenreichen Ausgestaltung noch viel Arbeit zugunsten der Gemeinde benötigt“, sagte Jens Blohme. Seine positive Einschätzung für die Gründung des Trägervereins mit rund 300 Mitgliedern soll eine zukunftsfähige Basis für den Familienraum bieten, der für Bassen ganz neue Perspektiven erschließt.

kr

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